Artikel vom 01.03.2013, Druckdatum 18.01.2020

Alles im Blick!

Ist eine Photovoltaik oder Windkraftanlage wegen einer technischen Störung außer Betrieb, wird weniger sauberer Strom produziert und die Energiewende ausgebremst. Deshalb setzt die rheinhessische juwi (Wörrstadt) auf High Tech und überwacht von ihrer Firmenzentrale aus alle von ihr betreuten Erneuerbare Energien-Anlagen weltweit. Läuft ein Windrad im fernen Costa Rica nicht richtig oder schaltet sich eine Photovoltaik Anlage in Indien unplanmäßig ab, wird dies in Wörrstadt sofort bemerkt und die Störung schnellstmöglich behoben.

Schon früh habe juwi erkannt, dass eine professionelle Fernüberwachung von Wind- und Solarkraftwerken der Schlüssel für effizienten Service und Betriebsführung derartiger Anlagen ist, heißt es in einer Pressemitteilung. Sie sorge dafür, dass Störungen schnell erfasst und behoben werden. 

Seit Januar diesen Jahres befindet sich die technologieübergreifende Leitwarte nun im sogenannten 24/7-Betrieb. Seitdem werden alle von juwi betreuten Anlagen das ganze Jahr über rund um die Uhr von der Firmenzentrale in Wörrstadt aus überwacht. Das ist mittlerweile auch notwendig. „Durch die steigende Anzahl unserer internationalen Projekte war es geboten, einen Rund um die Uhr-Service einzurichten. Damit ist der Betrieb der Anlagen mit einer hohen Verfügbarkeit auf stabilem Niveau möglich“, sagt Achim Jung, Bereichsleiter Technical Operations in der juwi Operations & Maintenance GmbH.

Die Zahl der Anlagen, die über die Leitwarte kontrolliert werden, ist enorm: 430 Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 900 Megawatt sowie 530 Solarstromanlagen mit einer Nennleistung von 800 MWp. Dabei werden nicht nur die Ertragswerte ermittelt und über an die juwi-Firmenzentrale weitergeleitet. Es werden auch Ertrags-, Betriebs- und Störungsmeldungen ausgewertet.

„Ein entscheidender Vorteil ist, dass Probleme sofort erkannt und behoben werden können. Dadurch sind längere Ausfälle unwahrscheinlich und unsere Anlagen produzieren zuverlässig sauberen Strom“, sagt Thomas Kretzschmar, Abteilungsleiter Remote Control Room. Die Störfaktoren werden den entsprechenden Servicekräften vor Ort mitgeteilt, die wiederum die Fehler beheben und die Anlage wieder anfahren. Von Wörrstadt aus können bei Bedarf bereits erste Maßnahmen eingeleitet werden. So ist es möglich, Windkraftanlagen und Solarwechselrichter per Fern-Reset wieder anzufahren.

Eine weitere Besonderheit: Die Leitwarten für Wind und Solar wurden zusammengefasst und jeder Mitarbeiter kann für jede Technologie eingesetzt werden. Die juwi-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter wurden von Fachfirmen technologieübergreifend geschult und blicken bereits auf eine langjährige Erfahrung zurück. Für den von juwi geplanten weltweiten Ausbau von Solar- und Windkraftanlagen ist die Leitwarte bereits jetzt bestens gerüstet, so das Unternehmen in seiner Pressemitteilung abschließend.

Quelle: juwi Holding AG

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