Artikel vom 10.10.2006, Druckdatum 21.01.2021

Integration von Fotovoltaik und Architektur

Erneuerbare Energien sollen zur Nummer Eins in der Energieversorgung von Gebäuden werden. Trotz der guten Erfolge bei der Weiterentwicklung der Fotovoltaik Technik und der Ästhetik, die Fotovoltaikanlagen bieten, sei der Einsatz von Fotovoltaik in der Architektur jedoch noch nicht selbstverständlich, bedauerte Michael Müller, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesumweltministerium, anlässlich der Eröffnung des Systaic Energiedesign Centers für Fotovoltaikanlagen in Berlin. Systaic hat sich die Integration von Solarenergie und Architektur zum Ziel gesetzt.

Müller warb in seiner Eröffnungsrede dafür, den Einsatz von Solarenergie zu einem festen Bestandteil im Neubau und bei der energetischen Sanierung von Altbauten zu machen: „Berlin hat ein großes Potenzial, um Solarstrom zu erzeugen. Um es effektiv zu nutzen, brauchen wir eine ästhetisch ansprechende Technik.“ Zwar gebe es gute Erfolge bei der Weiterentwicklung der Fotovoltaik Technik und der Ästhetik, die Fotovoltaikanlagen bieten, doch der Einsatz von Fotovoltaik in der Architektur sei noch nicht selbstverständlich.

Die Firma Systaic, als Anbieter von Systemlösungen für Fotovoltaikanlagen mit rund 50 Mitarbeitern, ist dafür ein Beispiel. Müller: „In diesem Bereich herrscht echte Gründermentalität und Aufbaustimmung. Ich begrüße das, denn hier werden die Grundsteine für wirtschaftlichen Erfolg und neue Arbeitsplätze gelegt“.

Deutschland ist in der Herstellung, der Entwicklung und im Einsatz von Fotovoltaik Anlagen weltweit führend. Grundlage für diesen Erfolg ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das gute Rahmenbedingungen für eine stabile Marktentwicklung der Fotovoltaikbranche schafft.

Insgesamt sind heute rund 3.500 Unternehmen in der Herstellung von Fotovoltaik Produkten in Deutschland aktiv. Die Branche erwirtschaftete 2005 einen Umsatz von mehr als 3 Miliarden Euro. Derzeit entstehen in Deutschland mehr als zehn Solarfabriken mit einem Investitionsvolumen von 500 Millionen Euro. Dies sichert über 25.000 Arbeitsplätze. 

Quelle: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU)
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