Artikel vom 05.04.2013, Druckdatum 21.01.2021

KfW: „Die energetische Sanierung ist wirtschaftlich“

Die KfW-Bankengruppe weist darauf hin, dass sich die energieeffiziente Sanierung doch lohnt. Die jüngst veröffentlichte Prognos-Studie zeige: die Energiekosten-Ersparnis finanziert die energieeffizienzbedingten Mehrausgaben für eine Sanierung. Für die Wirtschaftlichkeitsanalyse energetischer Sanierungen zählen die energieeffizienzbedingten Mehrausgaben im Vergleich zur Energiekostenersparnis. „Die energetische Sanierung ist wirtschaftlich“, so die KfW.

„Die neue Prognos-Studie zeigt, dass Deutschland trotz hoher Investitionskosten von der Energiewende profitiert“, so Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW. „Die Energiesparinvestitionen sichern bis 2050 pro Jahr zwischen 200.000 und 300.000 Arbeitsplätze, vor allem im Handwerk und der Bauwirtschaft. Daraus resultieren Mehreinnahmen der öffentlichen Haushalte von insgesamt 95 Milliarden Euro. Die Investitionen könnten damit pro Jahr 0,4 Prozent zum deutschen Bruttoinlandsprodukt beitragen.“ 

Um die Energiewende zu schaffen, unterstützt die KfW in der Studie bis zum Jahr 2050 Gebäudesanierungen in Höhe von 507 Milliarden Euro (Gesamtinvestition). Die Energiekostenersparnis dieser Sanierungen (361 Milliarden Euro) finanziert die geschätzten, energieeffizienzbedingten Mehrausgaben (237 Milliarden Euro). Sie deckt darüber hinaus zu einem wesentlichen Teil die allgemeinen Renovierungskosten (Ohnehin-Kosten), die unabhängig von der Energieeffizienz einer Sanierung anfallen.

Mit Fördermitteln der KfW amortisiert sich eine Sanierung in der Regel deutlich früher als ohne, meist in weniger als 20 Jahren. Steigende Energiepreise werden die Attraktivität in Zukunft noch erhöhen. „Die energieeffiziente Sanierung lohnt sich. Mit Fördermitteln der KfW amortisiert sich eine Sanierung in der Regel in weniger als 20 Jahren. Außerdem steigen der Wert des Hauses und der Wohnkomfort. Das erlebt jeder, der sein Haus umfangreich saniert hat“, so Detlev-W. Kalischer, Bereichsleiter Kommunal- und Privatkundenbank/Kreditinstitute (PK) bei der KfW.

Ziel der Studie war die Berechnung der volkswirtschaftlichen Wirkungen der KfW-Programme zum Energieeffizienten Bauen und Sanieren:

- Klimaneutraler Gebäudebestand in 2050 mit 20 Prozent des heutigen Energieverbrauchs
- 200.000-300.000 Beschäftigte pro Jahr, vor allem im regionalen Handwerk
- Kumulierte CO2-Reduktion in Höhe von 67 Millionen Tonnen pro Jahr
- Höhere Steuereinnahmen aus Wachstum und Beschäftigung (95 Milliarden Euro) als Fördermitteleinsatz (66Milliarden Euro)
- 0,4 Prozent Beitrag zum Bruttoinlandsprodukt pro Jahr

Die KfW zieht daher eine positive Bilanz für die Programme zum Energieeffizienten Bauen und Sanieren. Sie sind zentraler Bestandteil des energiepolitischen Konzepts der Bundesregierung zur Erhöhung der Energieeffizienz und zum Klimaschutz im Gebäudebestand. Die energetische Sanierung ist wirtschaftlich.

Zeuner: „Und vergessen Sie bitte nicht: Wenn wir über die Energiewende sprechen, geht es um mehr als ums Geld. Es geht darum, dass wir weniger Schadstoffe an unsere Umwelt abgeben, die Ressourcen schonen und unabhängig von der Atomtechnologie werden. Mit anderen Worten: Es geht um Sicherheit, Lebensqualität und Klimaschutz.“ 

Quelle: KfW-Bankengruppe
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