Artikel vom 20.04.2013, Druckdatum 21.02.2018

27 Jahre Tschernobyl: Sonntag Demonstrationen

Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) ruft auch in diesem Jahr anläßlich des 27. Jahrestages des Beginns der Atomkatastrophe im russischen Tschernobyl zur Teilnahme an Gedenk- und Demonstrationsveranstaltungen auf. Organisiert werden diese von örtlichen Initiativen und Verbänden. Nach Auffassung der Anti-Atomkraft-Bewegung sind der Weiterbetrieb von Atomkraftwerken und sonstigen Atomanlagen, sowie die weitere Produktion von Atommüll, unverantwortlich.

„Wir brauchen einen echten Atomausstieg und keine anhaltende Atommüllproduktion“, so BBU-Vorstandsmitglied Udo Buchholz. Buchholz ist Nachbar der einzigen deutschen Urananreicherungsanlage im westfälischen Gronau, für die es bisher keine Laufzeitbegrenzung gibt.

Am Sonntag (21. April) finden jeweils zentral in Nord- und Süddeutschland bei den Atomkraftwerken Brokdorf und Grafenrheinfeld Demonstrationen der Anti-Atomkraft-Bewegung statt. Zudem finden bundesweit in den nächsten Tagen zahlreiche kleinere, örtliche oder regional organisierte Veranstaltungen und Mahnwachen statt. So etwa ebenfalls am Sonntag in der Innenstadt von Ahaus; in Ahaus befindet sich ein zentrales Atommüll-„Zwischen“lager.

Die Aktionen beim AKW Brokdorf beginnen am Sonntag um 11.30 Uhr direkt beim Atomkraft. In der Nähe des AKW Grafenrheinfeld starten um 12.00 Uhr zwei Demonstrationszüge zum Ort der Abschlusskundgebung. Ausführliche Informationen zum Ablauf der Aktionen gibt es im Internet unter anti-atom-demo.de.

Die Kundgebung in Ahaus beginnt um 14.00 Uhr in der Ahauser Innenstadt am „Mahner“. Informationen gibt es unter www.bi-ahaus.de.

Informationen zu weiteren Tschernobyl-Veranstaltungen findet man im Internet u. a. unter www.ausgestrahlt.de/mitmachen/termine.html.

Am 26. April 1986 hat sich in Tschernobyl eine der bisher schwersten Atomkatastrophen ereignet, deren Auswirkungen bis heute anhalten. Der BBU hält es für dringend erforderlich, die Folgen der Atomkatastrophen von Tschernobyl und Fukushima weiterhin ernst zu nehmen. Und der BBU warnt davor, dass sich jederzeit in einer anderen Atomanlage eine weitere Katastrophe beginnen kann. Gleichzeitig weist der BBU auf die katastrophalen Umstände beim weltweiten Uranabbau und auf die ungelösten Atommüllprobleme hin. 

Der BBU fordert den sofortigen und internationalen Atomausstieg. Um dieser Forderung aktuell Nachdruck zu verleihen ruft der BBU zur Teilnahme an den bevorstehenden Aktionen und zur Mitarbeit in Anti-Atomkraft-Initiativen bzw. zur Gründung neuer Bürgerinitiativen auf. Beim BBU können Kontakte zu bestehenden Gruppen erfragt werden und der Verband ist auch bei der Gründung neuer Initiativen behilflich. Telefonischer Kontakt zum BBU: 0228-214032. Arbeitskreis Energie des BBU: 02562-23125.

Informationen über den BBU und seine Aktivitäten gibt es im Internet unter www.bbu-online.de

Quelle: Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU)
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