Artikel vom 23.05.2013, Druckdatum 09.12.2019

Centrosolar-Hauptversammlung beschließt Bilanzsanierung

Nach der Zustimmung der Anleihegläubiger haben am 22. Mai 2013 die Aktionärinnen und Aktionäre im Rahmen der Hauptversammlung dem vom Vorstand erarbeiteten Maßnahmenpaket zur Sanierung der Bilanz der Centrosolar Group AG mit großer Mehrheit zugestimmt. Die Umsetzung der Maßnahmen ist im 2. Halbjahr vorgesehen.

Im Wesentlichen wurden nach Angaben des Unternehmens folgende Beschlüsse gefasst: Das Grundkapital der Gesellschaft wird in vereinfachter Form von 20.351.433 Euro auf 814.057 Euro – nach Einziehung von 8 Aktien – herabgesetzt. Dadurch verringert sich im ersten Schritt die Anzahl der Aktien der Gesellschaft im Verhältnis 25:1. Im nächsten Schritt wurde beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft gegen Sacheinlage der 50.000.000 Euro-7 Prozent Anleihe 2011/2016 („Anleihe“) und eines Nachrangdarlehens um insgesamt 6.260.000 Euro auf 7.074.057 Euro zu erhöhen. Dadurch können die Anleihe in Höhe von nominal 50 Millionen Euro sowie das Nachrangdarlehen in Höhe von nominal 9,5 Millionen Euro in Eigenkapital umgewandelt und somit die Finanzverschuldung um mehr als 60 Prozent gesenkt werden. Schließlich wurde beschlossen, in einem dritten, zeitlich nachfolgenden Schritt das Grundkapital der Gesellschaft gegen Bareinlage mit Bezugsrecht der Aktionäre um bis zu 5.000.000 Stückaktien der Gesellschaft zu erhöhen. Durch diesen Beschluss sollen dem Unternehmen frische Finanzmittel zugeführt werden. 

Mit großer Mehrheit hatten die Anleihegläubiger der 50.000.000 Euro-7 Prozent Anleihe 2011/2016 („Anleihe“ oder „Schuldverschreibungen“) der Centrosolar Group AG auf der Gläubigerversammlung vom 21. Mai 2013 dem vorgeschlagenen Konzept zur Bilanzsanierung zugestimmt. Der Beschluss sieht vor, dass sämtliche Anleihegläubiger ihre Schuldverschreibungen zum Zwecke der Einbringung in die Centrosolar Group AG auf ein Kreditinstitut als Abwicklungsstelle („Abwicklungsstelle“) übertragen und im Gegenzug das Recht erhalten, aus einer Sachkapitalerhöhung ohne weitere Gegenleistung nach Kapitalherabsetzung insgesamt 5.500.000 neu zu schaffende Aktien der Gesellschaft über die Abwicklungsstelle zu erwerben („Erwerbsrecht“). Dies bedeutet, dass sämtliche Anleihegläubiger bei Ausübung ihres anteiligen Erwerbsrechts je Schuldverschreibung im Nennwert von 1.000,00 Euro (zzgl. aufgelaufener Zinsen) jeweils 110 neue Aktien der Gesellschaft erhalten (110 neue Aktien entsprechen 2.750 Aktien vor der Kapitalherabsetzung im Verhältnis 25:1). 

Der Beschluss der Gläubigerversammlung ist für alle Anleihegläubiger bindend. Bei der Versammlung waren 34,84 Prozent der ausstehenden Schuldverschreibungen anwesend. Damit war die Versammlung beschlussfähig. Dem Umtausch sämtlicher Schuldverschreibungen in das Erwerbsrecht stimmten 99,18 Prozent der teilnehmenden Stimmrechte zu. Zudem wurde Herr Rechtsanwalt Dr. Christian Becker zum gemeinsamen Vertreter aller Anleihegläubiger bestellt. 

Die Anleihe bleibt bis wenige Tage vor dem Beginn der Erwerbsfrist (voraussichtlich Ende des dritten Quartals) im Freiverkehr der Börse Stuttgart (Handelssegment BondM) handelbar, teilt das Unternehmen mit. Die genauen Termine wird die Gesellschaft noch bekanntgeben.

Quelle: CENTROSOLAR Group AG

Alle Angaben ohne Gewähr 

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