Artikel vom 07.07.2013, Druckdatum 26.01.2021

Conergy stellt Produktion ein

Am Freitag hat die Hamburger Conergy AG überraschend einen Insolvenzantrag gestellt. Nun berichten verschiedene Medien, dass das Photovoltaik Unternehmen auch die Produktion im brandenburgischen Frankfurt (Oder) und am Standort Rangsdorf (Teltow-Fläming) eingestellt hat. Insgesamt sollen 500 Arbeitsplätze bedroht sein.

Aus dem Internet habe er erfahren, dass die Conergy AG Insolvenz angemeldet hat, sagte der Conergy-Betriebsratsvorsitzende Harald Frick gegenüber der Märkischen Oderzeitung (MOZ). Die Nachricht habe „Fassungslosigkeit“ in der Mitarbeiterschaft ausgelöst, da die Auftragslage nach Wahrnehmung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gerade so gut wie noch nie in diesem Jahr sei, berichtet Frick.

Zunächst sei die Produktion trotz des Insolvenzantrags auch noch ganz normal weiter gelaufen, dann aber habe die Geschäftsleitung den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Spätschicht mitgeteilt, dass die Produktion bis Montag eingestellt werde, berichtet das Handelsblatt. Anfang der Woche würden die Beschäftigen von dem vorläufigen Insolvenzverwalter erfahren, wie es weitergeht, zitiert das Handelsblatt eine Sprecherin von Conergy. Nach Angaben der IG Metall soll die Belegschaft dann am Montagnachmittag informiert werden.

Schon seit Donnerstag soll am Standort Rangsdorf (Teltow-Fläming) die Produktion stillstehen, berichtet das Handelsblatt weiter. Insgesamt betreffen die aktuellen Schritte mehr als 500 Conergy-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: rund 320 Beschäftigte im Werk Frankfurt (Oder) und 200 Beschäftige am Standort Rangsdorf.

Quelle: Märkische Oderzeitung, Handelsblatt
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