Artikel vom 26.07.2013, Druckdatum 20.01.2021

Flächenrecycling hilft, Öko-Potenzial verloren geglaubter Flächen sinnvoll zu nutzen

Die Sanierung von Altlasten ist ein wichtiger Schritt zum Schutz von Mensch und Umwelt und Grundvoraussetzung einer nachhaltigen Flächennutzung. Dies betonte die Bayerische Umweltstaatssekretärin Melanie Huml bei der Baustellenbegehung an der Hausmülldeponie Haldenstraße in Marktredwitz (Oberfranken). Auf dem Deponiegelände ist der Bau einer Photovoltaik Anlage geplant.

Huml: „Die Sanierung läuft auf Hochtouren und kann noch in diesem Jahr erfolgreich abgeschlossen werden. Die Deponie ist dann auf dem aktuellsten Stand der Technik dauerhaft gesichert. Das ist eine bedeutende Schutzmaßnahme für Mensch und Umwelt“. Die Sanierungsmaßnahme in Marktredwitz ist das größte und teuerste Projekt, das aus dem Unterstützungsfonds „Gemeindeeigene Hausmülldeponien“ bezuschusst wird. Mehr als 5 Millionen Euro werden in die umfangreichen Sicherungs- und Baumaßnahmen investiert.

Durch die Sanierung der Hausmülldeponie entsteht außerdem eine wertvolle Fläche zur Nachnutzung. Auf dem Deponiegelände ist der Bau einer Photovoltaik Anlage geplant, die Strom aus Erneuerbaren Energien liefern soll. „Flächenrecycling hilft, das Öko-Potenzial verloren geglaubter Flächen sinnvoll zu nutzen. So können zuvor unbrauchbare, belastete und oft unattraktive Areale angemessen wiederverwendet werden. Das setzt den Gedanken der Nachhaltigkeit vorbildlich um und schont unsere wertvollen Ressourcen“, unterstrich Huml.

Mit dem Programm „Alte Lasten - Neue Energien“ fördert der Freistaat seit 2012 die Nutzung von stillgelegten Deponien und Altlastenflächen als Photovoltaik Standorte mit rund zwei Millionen Euro jährlich. Im Rahmen des Programms wurde für die Deponie Haldenstraße eine entsprechende Machbarkeitsvorstudie für eine Photovoltaik Nutzung bereits durchgeführt. Bis zu 200.000 Euro stehen pro Anlage zur Verfügung. Mit dem Förderprogramm sollen der finanzielle Mehraufwand, der sich auf diesen Flächen ergibt, abgefedert und die wirtschaftliche Errichtung von Solaranlagen auf Altlasten und stillgelegten Deponien ermöglicht werden. Bisher konnten 12 Projekte gefördert werden.

Auf dem Gelände der ehemaligen Hausmülldeponie der Stadt Marktredwitz wird eine Oberflächenabdichtung errichtet. Auf diesem Weg wird ein dauerhafter Schutz vor Verunreinigungen erreicht. Zusammen mit den Kommunen hat der Freistaat Bayern seit 2006 einen Unterstützungsfonds für die Erkundung und Sanierung ehemaliger Hausmülldeponien eingerichtet. Hierfür stehen bis 2015 insgesamt 100 Millionen Euro zur Verfügung. Aus dem Fonds konnten bereits 450 Maßnahmen finanziell unterstützt werden.

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit
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