Artikel vom 29.07.2013, Druckdatum 23.09.2020

VDMA begrüßt Einigung im Solarhandelsstreit

Die Hersteller von Komponenten, Maschinen und Anlagen für die Photovoltaik in Deutschland (VDMA Photovoltaik Produktionsmittel) begrüßen die Einigung im Streit um die Importzölle auf chinesische Photovoltaik Module und ihrer Kernkomponenten. „Wir befürworten die Beilegung dieses unnötigen Handelskonfliktes. Die einvernehmliche Lösung betrachten wir als positives Signal für unsere Handelsbeziehungen mit China“, sagt Dr. Hannes Hesse, Hauptgeschäftsführer VDMA. Das Anti-Dumping-Verfahren hätte zu großer Verunsicherung im Markt geführt und damit einen Aufschwung verzögert, heißt es in einer Pressemitteilung.

Am vergangenen Wochenende haben die Europäische Union und China ihren Konflikt über Importzölle auf Solarmodule und ihrer Kernkomponenten (Wafer und Solarzellen) beigelegt. Wäre es zwischen den beiden Konfliktparteien nicht zu einer Einigung gekommen, hätte die Europäische Kommission ab dem 6. August den Strafzoll auf chinesische Photovoltaik Hersteller von derzeit knapp 12 Prozent auf im Schnitt 47 Prozent angehoben. Der Kompromiss sieht einen Mindestpreis von 57 Eurocent / Wp für chinesische Photovoltaik Module und eine Importbeschränkung von 7 Gigawatt pro Jahr vor. Für weitere Module gilt dann der erhöhte Zoll von 47,6 Prozent. Die Vereinbarung soll bis Ende 2015 gelten.

„Marktwachstum ist die einzige Kur für die von Überkapazitäten, hartem Wettbewerb und Preisverfall gebeutelte Photovoltaik Branche. Schutzzölle hätten eine Marktbelebung und das nötige Maß an Planungssicherheit konterkariert“, ergänzt Dr. Florian Wessendorf, Geschäftsführer VDMA Photovoltaik Produktionsmittel.

Der VDMA spricht sich grundsätzlich für Freihandel und gegen Zölle und nichttarifäre Handelshemmnisse aus. Bis zuletzt hat sich der VDMA gegen das Verhängen von Anti-Dumping-Maßnahmen und für eine Verhandlungslösung und gegen eine Eskalation engagiert und sieht sich nun durch die jüngste Einigung in seiner Arbeit bestätigt. 

Hintergrundinformationen
Rund 100 VDMA-Mitglieder beschäftigen sich derzeit mit dem Thema Photovoltaik Das Thema startete 2007 als Zusammenarbeit der VDMA-Sparten Elektronikfertigung (Productronic), Glastechnik, Energie, Organic Electronics, Robotik+Automation, Laser-Fertigungstechnik und Photonik, Oberflächentechnik, Vakuumtechnik sowie Displays. Mit Gründung der erweiterten Plattform VDMA Photovoltaik Produktionsmittel am 30.03.2010 wurden die Aktivitäten für die Mitglieder ausgeweitet und die Sichtbarkeit der Branche erhöht. VDMA-PV engagiert sich darüber hinaus in den beiden VDMA Foren Photonik und Energie.

Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) vertritt über 3.100 Unternehmen des mittelständisch geprägten Maschinen- und Anlagenbaus. Mit rund 981.000 Beschäftigten (2012) im Inland und einem Umsatz von 209 Milliarden Euro (2012) ist die Branche größter industrieller Arbeitgeber und einer der führenden deutschen Industriezweige insgesamt. 

Quelle: Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA)
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