Artikel vom 13.08.2013, Druckdatum 18.06.2019

Solarstreit mit China: Veröffentlichung der Ermittlungsergebnisse gefordert

Die europäische Herstellerinitiative EU ProSun begrüßt die Fortführung des Antisubventionsverfahrens gegen chinesische Photovoltaik Importe durch die Europäische Kommission und erwartet die unverzügliche Veröffentlichung ihrer vorläufigen Ermittlungsergebnisse. Berechnungen des Verbandes zufolge liegt der Subventionsanteil an den chinesischen Preisen für Photovoltaik Produkte im deutlich zweistelligen Prozentbereich.

Milan Nitzschke, Präsident von EU ProSun: „Die kommunistische Regierung Chinas subventioniert die Produktion und den Export von Photovoltaik Modulen mit Milliardenbeträgen. Nur so ist es chinesischen Herstellern möglich über einen langen Zeitraum Dumpingpreise anzubieten. Marktwirtschaftlich agierende Unternehmen haben gegen solch ein Vorgehen keine Chance. Das hat bereits Tausende Arbeitsplätze in Europas Industrie gekostet. Wir wissen aus eigenen Berechnungen, dass der Subventionsanteil an den chinesischen Preisen im deutlich zweistelligen Prozentbereich liegt.“

Die Händlerinitiative Allianz für bezahlbare Solarenergie e.V. (AFASE) kündigt nach der Entscheidung an, die weiteren Schritte im Untersuchungsprozess ebenso wie die sich daraus Marktentwicklungen im Auge zu behalten. Die aktuelle Vereinbarung einer Preisuntergrenze von 56 Cent/W für 7 Gigawatt importierte Solarmodule aus China pro Jahr setze die Entwicklung gewerblicher Photovoltaik Aufdachanlagen in einigen Mitgliedsstaaten aufs Spiel und verhindere in vielen EU-Ländern Freiflächenanlagen. Dies gelte insbesondere für jene Länder, in denen die Einspeisevergütungen für Solarstrom zwischen 2013 und 2015 sinken werden, so die Initiative.

Quelle: EU ProSun, AFASE
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