Artikel vom 31.08.2013, Druckdatum 29.05.2017

Solar-Pedelecs: Photovoltaik-Folie als Antrieb

Die NEW Re GmbH, Tochtergesellschaft der NEW AG für regenerative Energien, und „Die Werkstatt“ aus Erkelenz haben ein dreirädriges Solar-Pedelec hergestellt. Über eine im Dach integrierte 12-Volt-Photovoltaik-Folie, die gleichzeitig als Basis-Regenschutz dient, wird die Batterie während der Fahrt und auch während des Stillstandes nachgeladen. Das Gefährt tankt immer dann Solarenergie nach, wenn es während einer Rast in der Sonne stehen kann. Alternativ ist das Tanken aus der Steckdose möglich.

Mitte vergangenen Jahres war bereits ein Prototyp des Elektrorades mit Solarantrieb vorgestellt und im Anschluss weiter entwickelt worden. An der Entwicklung beteiligt war auch die Werkstatt der NEW AG. Gemeinsames Ziel der Partner ist es, die netzunabhängige Erzeugung und Speicherung elektrischer Energie aus Photovoltaik für Pedelecs weiter zu entwickeln - und wenn möglich zur Serienreife zu bringen.

Das Pedelec hat - im Unterschied zum Prototyp - zwei Räder vorne und ein Rad hinten. Basis ist eine starre Dreiradkonstruktion, die dem Fahrzeug trotz Dachaufbau eine ausreichende Stabilität verleiht. Das Pedelec ist mit einer Gesamtlänge von knapp zwei Metern nahezu gleich lang wie das Vorgängermodell, mit einer Breite von knapp 90 Zentimetern aber deutlich breiter. Angetrieben wird das Fahrzeug durch Muskelkraft, die ein Elektromotor verstärkt. Der Hinterrad-Naben-Motor wird von einer 36 Volt Batterie mit einer Nennleistung von 250 Watt angetrieben. Das sensorische Tretlager dosiert die Kraft des Elektromotors so hinzu, wie der Fahrer oder die Fahrerin in die Pedale tritt. Tritt er kräftig, so ist die zugeführte elektrische Energie größer, tritt er gemächlich, ist sie kleiner. Bei Erreichen einer Geschwindigkeit von 25 Kilometern pro Stunde schaltet sich die Unterstützung ab.

Der Antrieb gewinnt über Rekuperation einen Teil der Bremsenergie wieder zurück. Über eine im Dach integrierte 12-Volt-Photovoltaik-Folie, die gleichzeitig als Basis-Regenschutz dient, wird die Batterie während der Fahrt und auch während des Stillstandes nachgeladen - natürlich nur, wenn die Sonne scheint. In diesem Fall ist die Reichweite durch die Nachladung und durch die Rekuperation im Grunde unbegrenzt. Das Gefährt tankt immer dann Solarenergie nach, wenn es während einer Rast in der Sonne stehen kann. Alternativ ist das Tanken aus der Steckdose möglich.

Die bisherigen Testfahrten sind nach Angaben des Herstellers gut verlaufen. Die nächsten Herausforderungen sind, die Konstruktion zu vereinfachen und zur Serienreife zu bringen. So könnten die Elektrifizierung und das Foliendach mit der Ladesteuerung als Erweiterungskomponenten für das standardisierte Dreirad in Kleinserie gehen.

Quelle: NEW AG
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