Artikel vom 03.11.2006, Druckdatum 13.04.2021

3. RegioSolar in Hannover startet heute

Von heute an werden rund 250 Vertreterinnen und Vertreter von Solarinitiativen aus ganz Deutschland auf der 3. RegioSolar-Konferenz in Hannover erwartet. Die vom Bundesumweltministerium geförderte Konferenz ist die größte ihrer Art in Deutschland. Organisiert wird sie durch den Bundesverband Solarwirtschaft (BSW), der Klimaschutzagentur Region Hannover und proKlima - Der enercity-Fonds. Auf dem Programm stehen Referate, Workshops und Podiumsdiskussionen zu Beispielen von erfolgreichem Bürgerengagement im Bereich Solarenergie vor Ort.

Zum Erfahrungsaustausch von Bürgerinnen und Bürgern, Initiativen, Vereinen, Kommunalvertreterinnen und -vertretern, Handwerkern und Firmen im Bereich Erneuerbare Energien lädt die 3. RegioSolar-Konferenz vom 3. bis 4. November 2006 nach Hannover ein. Es geht um neue Impulse für eine nachhaltige Energieversorgung in Städten, Gemeinden und Landkreisen. Bereits am 2. November findet als Konferenz-Auftakt ein Kommunalforum für politische Entscheidungsträger statt.

„Das Engagement für eine umweltfreundliche Energieversorgung nimmt derzeit deutlich zu und Solarinitiativen gewinnen weiter an Bedeutung“, sagt Gerhard Stryi-Hipp. Die hohe gesellschaftliche Anteilnahme am letzten Energiegipfel und die Reaktionen auf den Al-Gore-Film zeigten nach Auffassung des BSW-Geschäftsführers, dass sich wieder mehr Bürgerinnen und Bürger unmittelbar für Klimaziele und langfristig für eine Vollversorgung durch regenerative Energien interessieren. „Die RegioSolar-Konferenz kommt deshalb genau zum richtigen Zeitpunkt und wird das wieder erstarkende Bürger-Engagement als Plattform noch stärker in die Öffentlichkeit tragen“, ist sich Stryi-Hipp sicher.

Eines von vielen Themen auf der diesjährigen RegioSolar-Konferenz sind Bürgersonnenkraftwerke. Vereine wie die Sonneninitiative e.V. in Marburg mieten öffentliche Dächer auf Schulen, Bürgerhäusern, Turnhallen oder auch Industriehallen und Lebensmittelmärkten an und errichten darauf gemeinschaftlich betriebene Fotovoltaikanlagen. Dank der im Erneuerbaren Energien Gesetz festgelegten Einspeisevergütung für Sonnenstrom kann damit in der Regel eine bessere Rendite erzielt werden als mit einem Sparbuch. Im Landkreis Marburg-Biedenkopf entstanden seit 2004 bereits zehn solcher Bürgersonnenkraftwerke mit einer Spitzenleistung von rund 300 kWp. Das reicht für die Versorgung von etwa 100 Durchschnittshaushalten mit umweltfreundlichem Sonnenstrom aus. 

Weitere Informationen unter www.regiosolar.de.

Quelle: RegioSolar
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