Artikel vom 29.11.2006, Druckdatum 16.04.2021

SolarWorld AG: Einstieg in die eigene Siliziumherstellung

Nach Angaben der Bonner SolarWorld AG hat die Joint Solar Silicon (JSSi, Freiberg), ein Joint-Venture der SolarWorld AG und der Degussa AG (Düsseldorf), beschlossen, die eigenen Kapazitäten für Trichlorsilan auszubauen und zusätzlich eine Monosilanproduktion neu zu errichten. Beide chemischen Verbindungen spielen bei der Herstellung des Solarsiliziums eine wichtige Rolle. Ziel sei die Entwicklung eines neuartigen Herstellungsverfahrens für Solarsilizium, heißt es von Seiten der SolarWorld AG.

Erst kürzlich hat die SolarWorld AG die Solaraktivitäten von Shell übernommen und gehört nach eigenen Angaben nun zu den drei größten Produzenten und Anbietern von Solartechnik weltweit. An der Verwirklichung des völlig neuen Verfahrens waren auch die Universität Duisburg und weitere deutsche Hochschulen beteiligt. SolarWorld und Degussa haben zunächst eine Produktionszeit von zehn Jahren vereinbart.

Über diese Rohstoffquelle wollen die Bonner zukünftig bis zu 20 Prozent des eigenen Siliziumbedarfs decken. „Für uns ist der Einstieg in die eigene Siliziumherstellung ein Schlüsselfaktor für das weitere Wachstum“, ergänzt Frank H. Asbeck, Vorstandsvorsitzender der SolarWorld. „Allein damit sichert unsere Gesellschaft langfristig 800 Arbeitsplätze in Deutschland“, erläutert Prof. Peter Woditsch, Vorstandssprecher der Deutschen Solar AG, die derzeit gerade ihre Fertigungskapazitäten von 180 auf 350 Megawatt ausbaut.

Quelle: SolarWorld AG
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