Artikel vom 28.12.2006, Druckdatum 14.12.2019

Greenpeace energy: 1,56 MWp-Aufdachanlage am Netz

Eine der größten Fotovoltaik Aufdachanlagen in Deutschland hat der Ökostromanbieter Greenpeace energy eG vergangene Woche in Betrieb genommen. Bei dem Projekt im bayerischen Landkreis Aichach-Friedberg wurde eine Fläche so groß wie vier Fußballfelder (rund 31.000 Quadratmeter) mit rund 8.500 Fotovoltaikmodulen bestückt. Greenpeace energy eG ist laut eigenen Angaben zweitgrößter bundesweiter Anbieter von Ökostrom. 2007 werden hundert Prozent des Stroms aus Erneuerbaren Energien stammen.

Einen „Meilenstein in der Realisierung von Solarenergie durch einen Stromversorger“ nannte Sönke Tangermann, Geschäftsführer bei der Planet energy GmbH, das Projekt mit einer Gesamtinvestitionssumme von 8,2 Millionen Euro. Drei große Hallendächer sind zu einem Solarkraftwerk mit insgesamt 1,56 MWp Leistung zusammengeschaltet. „Die Anlage bei den Orten Dasing und Sielenbach ist das größte Fotovoltaik Kraftwerk, das bisher in Deutschland von einem Ökostromanbieter gebaut wurde“. Planet energy, eine Tochtergesellschaft von Greenpeace energy, erwartet einen Jahresertrag von rund 1,5 Millionen Kilowattstunden. Das entspricht dem Strombedarf von rund 500 Haushalten.

Planet energy finanziert das Eigenkapital des Fotovoltaikprojektes unter anderem mit Mitteln aus Genussrechten, die zurzeit auf dem Kapitalmarkt ökologisch orientierten Anlegern zur Zeichnung angeboten werden. Die Fremdmittel stellt die UmweltBank AG aus Nürnberg bereit. Das Projekt wird von der solar-protect GmbH aus Weikersheim schlüsselfertig durchgeführt.

Greenpeace energy eG ist zweitgrößter bundesweiter Anbieter von Ökostrom und versorgt mittlerweile rund 60.000 Privat- und Gewerbekunden. 2007 werden hundert Prozent des Stroms aus Erneuerbaren Energien stammen. Die unabhängige Genossenschaft gehört ausschließlich ihren Mitgliedern, die in der Regel Stromkunden sind. 

Neben der besonderen Unterstützung der Zukunftsenergie Fotovoltaik arbeite Greenpeace energy an einem weiteren wichtigen Ziel, heißt es in einer Unternehmensmitteilung. Man strebe die Unabhängigkeit von der etablierten Stromwirtschaft an – von der Produktion über den Handel bis zur Versorgung der Kunden. Um dies zu erreichen, baut die Planet energy GmbH einen Kraftwerkspark auf Basis sauberer Energien auf. Bereits erfolgreich realisierte Projekte sind die Windparks Parndorf II (2004) und Soltau (Frühjahr 2006), sowie die Fotovoltaikanlage in Schwäbisch Hall (2001). Weitere Projekte, wie ein Wasserkraftwerk an der Weser in Bremen, sind in Planung.

Quelle: Greenpeace Energy eG
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