Artikel vom 20.02.2007, Druckdatum 26.08.2019

11. Internationale Passivhaustagung 2007

Vom 13. bis 14. April findet in Bregenz die 11. Internationale Passivhaustagung 2007 statt. Unter dem Motto „Mit dem Passivhauskonzept nachhaltige Baukultur schaffen“ geht es am österreichischen Bodenseeufer zwei Tage lang um die neuesten Entwicklungen, Produkte und Trends rund ums energieeffiziente Bauen. Schwerpunkt wird dieses Jahr das Thema „Architektur und Passivhaus“ sein.

Das Passivhaus als der führende Standard beim energieeffizienten Bauen ist international auf dem Vormarsch. Ob in der Antarktis, in warmen Regionen wie Kalifornien oder Italien, bei öffentlichen Gebäuden, im sozialen Wohnungsbau oder bei Privathäusern: die Vorteile des Passivhauses sind umfassend und überzeugend, sind sich die Veranstalter der 11. Internationalen Passivhaustagung in Bregenz sicher.

Einen der wichtigsten Schwerpunkte der energiewirtschaftlichen Entwicklung Europas sieht Mitveranstalter und Architekt Helmut Krapmeier vom Energieinstitut Vorarlberg in der Sanierung und Modernisierung bestehender Gebäude. „Die Erfahrung von sanierten Häusern in Passivhausqualität zeigt, dass eine derartige Modernisierung nahezu überall problemlos machbar ist“, so der Experte. Die Vorteile liegen auf der Hand: „80 bis 90 Prozent der bisherigen Energiekosten können eingespart werden. Eine bauliche Mehrinvestition von etwa 150 Euro pro Quadratmeter ist demgegenüber wirtschaftlich vertretbar“, sagt Krapmeier.

Das Passivhaus Konzept biete aber selbst für mediterrane und heiße Klimazonen gute Lösungen. Anders als in kalten Regionen stehe hier nicht die Heizung, sondern die Kühlung eines Gebäudes im Vordergrund. Beispiele aus Kalifornien, Kroatien und Italien zeigen auf der 11. Internationalen Passivhaustagung, wie das Passivhaus auch in diesen Gebieten eine hocheffiziente Energienutzung bewirkt.

Längst bewiesen ist darüber hinaus die Ökonomie eines Passivhauses, so die Veranstalter. Neben den niedrigen Energiekosten schneidet ein Passivhaus auch in Lebenszyklusberechnungen deutlich besser ab als andere Gebäude. Deshalb werde mit Spannung der Tagungs-Beitrag von Joseph D. Brannon erwartet, der bei der US-Army für die Gebäudeverwaltung in Deutschland zuständig ist. Seine Behörde untersuchte die Frage, welche Unterbringung für die Militärfamilien in Deutschland am rentabelsten sei. Man kam zu dem Schluss, dass der Bau von Passivhäusern nach den Berechnungsvorgaben der US-Army langfristig am kostengünstigsten sei.

Wer sich gerne einmal alles ganz genau ansehen möchte, hat dazu im Anschluss an die 11. Internationalen Passivhaustagung am 15. April Gelegenheit: In vier Exkursionen können „Best-Practice“-Beispiele in Vorarlberg und Süddeutschland besichtigt werden. Parallel zur Tagung findet die Passivhaus Ausstellung statt. Sie informiert über Produkte, Werkstoffe, neue technische Systeme und Verfahren des energieeffizienten Bauens und Modernisierens. Der Eintritt ist frei. Das detaillierte Programm der 11. Internationalen Passivhaustagung gibt es unter www.passivhaustagung.at.

Quelle: 11. Internationalen Passivhaustagung 2007
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