Artikel vom 23.02.2007, Druckdatum 10.12.2019

Fotovoltaik: Spanien setzt auf Großprojekte

Spaniens Fotovoltaikmarkt wächst vor allem mit großen Solarparks. Zu diesem Ergebnis kommt das Marktforschungsunternehmen EuPD Research in seiner aktuellen Studie „Der spanische Fotovoltaikmarkt 2006/07“. Das liege zum einen an den enormen vorhandenen Freiflächen in Spanien, zum anderen an der bisherigen Politik, vor allem Anlagen mittlerer Größe bis zu 100 Kilowatt zu fördern. Zudem würden Solarparks immer mehr als lohnende finanzielle Investition kommuniziert.

Wenig Interesse zeigen die Spanier laut Studie dagegen an privaten Dachanlagen. Kein Wunder, so die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS): Bedeute der Kauf einer Hausdachanlage in Spanien doch mehr Aufwand, werfe aber weniger Rendite ab. Noch immer behindere zudem eine aufwändige Bürokratie. Um ein Fotovoltaiksystem zu installieren, müssten Investoren eine große Anzahl an Genehmigungen und Lizenzen vorweisen. Acht bis 14 Monate kann es laut EuPD Research dauern, ehe sie mit der Installation beginnen können.

Weitere Hürden seien hohe Preise und rechtliche Unsicherheiten, so die Studie. Solarstromanlagen kosten in Spanien rund 20 Prozent mehr als in Deutschland.

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e. V. (DGS)
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