Artikel vom 10.04.2007, Druckdatum 03.08.2020

Ökobranche wird Job-Motor

Laut einer Studie der Unternehmensberatung Roland Berger entwickelt sich die Ökobranche in Deutschland zur Leitbranche mit gewaltigem Wirtschaftsfaktor. Schon in wenigen Jahren nähmen Öko-Unternehmen mehr Geld ein als die beiden traditionellen Vorzeigebranchen Maschinenbau oder Autoindustrie zusammen. „Green Tech made in Germany“ schaffe Jobs und Wohlstand. Im Auftrag der Bundesregierung befragten die Berater von Roland Berger knapp 1.500 Firmen der Umwelttechnologie, werteten Studien aus und erstellen so einen Öko-Atlas Deutschland, der zum EU-Umweltgipfel im Juni offiziell veröffentlicht werden solle.

„2020 wird die Öko-Branche mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ernähren als der Maschinenbau oder die Autoindustrie“, sagte Torsten Henzelmann von der Unternehmensberatung Roland Berger der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. 

Für den Standort Deutschland ergebe sich aus den Berichten zum Klimawandel eine ökonomische Chance. Die Ökobranche werde zur Leitbranche mit einem gewaltigen Wirtschaftsfaktor, ist ein Ergebnis der Studie. Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) spreche daher schon von der „dritten industriellen Revolution“, schreibt das Blatt. 

Roland-Berger-Chef Burkhard Schwenker rechnet für 2030 mit einem Umsatz in Höhe von einer Billion Euro für die „grüne Branche“. Deutsche Firmen setzten schon jetzt international Maßstäbe mit der größten installierten Windkraftkapazität, der höchsten Verwertungsquote bei Verpackungen, modernster Kraftwerkstechnologie, dem höchsten Anteil bei der Regenwassernutzung und als Weltmeister bei vielen effizienten Verbrauchsgeräten. 

Quelle: verivox, dpa
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