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28.03.2012

Solarzellenproduktion 2011 hat sich weltweit verlangsamt – auf hohem Niveau

Die jährliche Erhebung der weltweiten Solarzellenproduktion von Photon International zeigt für das Jahr 2011 einen beeindruckenden Zuwachs von 36 Prozent auf 37,2 Gigawatt gegenüber dem Vorjahr mit einem Produktionsvolumen von 27,4 Gigawatt (GW). Allerdings zeigt die jährliche Erhebung auch einen dramatischen Rückgang der Produktion im Jahresverlauf: Verglichen mit dem 120-Prozent-Sprung 2010 wies 2011 die niedrigste Wachstumsrate der Photovoltaik Industrie seit 2003 auf (34 Prozent).

Die Top Ten der Zellhersteller zeigen mit sechs chinesischen Firmen – darunter zum zweiten Mal in Folge der Sieger Suntech Power – und zwei Unternehmen aus Taiwan eine Fortsetzung der asiatischen Dominanz. Seit Beginn der Photon-Erhebung der Solarzellenproduktion ist zum ersten Mal kein Unternehmen aus Europa oder Japan unter den zehn Besten vertreten.

„Die Tage der Zellproduktion in westlichen Ländern sind gezählt“, sagt Michael Schmela, Chefredakteur von Photon International. „Analog zu anderen Bereichen wird auch die Verlagerung von Solarzellenproduktionen in asiatische Niedriglohnländer fortgesetzt, insbesondere nach China.“ Noch 2008 wurden lediglich 33 Prozent der Solarzellen in China hergestellt – ein Anteil, der 2011 auf beachtliche 57 Prozent anstieg.

Nach den Recherchen von Photon International wird die Verlagerung der Zellherstellung weiter Fahrt aufnehmen, da sich der Abschwung 2011 fortgesetzt hat und die Nachfrage, welche die optimistischsten Analysten auf rund 28 GW geschätzt hatten, hinter dem Angebot zurückblieb.

Während die Marktbereinigung vor allem produzierende westliche Firmen mit Insolvenzen und Entlassungen bei den Produktionsanlagen getroffen hat, trifft der starke Preisverfall die Unternehmen flächendeckend. Dies schließt auch die asiatischen Hersteller ein, von denen kleinere Unternehmen bereits die Produktion einstellen mussten.

„Photovoltaik-Unternehmen müssen sich um neue Partner bemühen oder neue Niederlassungen aufbauen, um neue Geschäftszweige zu entwickeln und in aufstrebende Solarmärkte expandieren zu können. Sonst werden sie dem Sturm nicht standhalten können“, so Chefredakteur Michael Schmela.

Da sich viele Hauptmärkte auf weitere Kürzungen der Vergütungen einstellen müssen, wird sich laut Photon das Ungleichgewicht bei Angebot und Nachfrage in absehbarer Zeit nicht ändern. Die Zellhersteller erwarten 2012 noch immer eine Produktion von 52,5 GW, was einem Jahreswachstum von 41 Prozent entspricht. Insgesamt planen die Unternehmen, die Kapazitäten um 19 Prozent auf rund 69 GW zu erhöhen, nachdem sie die Kapazitäten bereits Ende 2011 um 57 Prozent auf fast 58 GW angehoben hatten.

„Während die Ziele der Solarzellenhersteller 2012 sehr viel bescheidener als im vergangenen Jahr ausfallen, dürfte die reale Produktion, wenn überhaupt, 37 GW nicht übersteigen“, sagt Schmela. „Viel hängt davon ab, wie die beiden Hauptmärkte Deutschland und Italien ihre Förderstrukturen novellieren.“

Nach Einschätzung von Photon International werden die chinesischen Zellhersteller auch 2012 den Markt dominieren und wahrscheinlich die ersten fünf Plätze der Rangliste belegen. Die zwei westlichen Unternehmen First Solar Inc. und Sunpower Corp., beide mit Hauptsitz in den USA, dürften in den Top Ten der Hersteller verbleiben, dabei aber nicht nur zurückfallen, sondern den Großteil der Produktion nach Asien verlagern.

Den vollständigen Artikel zu diesem Thema finden Sie mit weiteren Hintergründen in der Märzausgabe von „Photon International – The Solar Power Magazine”.

Quelle: Photon Europe GmbH

  

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