Artikel vom 26.11.2012, Druckdatum 20.01.2020

Hurrikan „Sandy“: Schäden in Milliardenhöhe

Hurrikan „Sandy“ hat Schäden in Milliardenhöhe verursacht. Als erstes Versicherungsunternehmen hat heute die Swiss Re (Zürich) entsprechende Zahlen bekannt gegeben. Dort schätzt man derzeit den Gesamtschaden für die Versicherungswirtschaft auf 25 Milliarden US-Dollar. Allein die Swiss Re rechnet mit einer Schadenbelastung durch Hurrikan „Sandy“ von 900 Millionen US-Dollar. Diese Schätzung könne sich aber noch ändern, da die Schadenermittlung andauere, so das Unternehmen.

Hurrikan Sandy traf am 29. Oktober 2012 mit hohen Windgeschwindigkeiten in den USA auf Land und löste eine Sturmflut aus. Dies führte zu starken Überschwemmungen und zum Verlust von Menschenleben und Eigentum. Bevor Hurrikan Sandy die USA erreichte, traf er die Karibik und die Bahamas.

„Wir sprechen den von Hurrikan Sandy betroffenen Familien, Gemeinden und Unternehmen unser aufrichtiges Mitgefühl aus. Unsere Gedanken sind vor allem bei denjenigen Menschen, die durch den Sturm Familienangehörige oder ihre Lebensgrundlage verloren haben“, sagt Michel M. Liès, Group Chief Executive Officer. „Swiss Re wird ihre Kunden und Partner dabei unterstützen, diese schwierige Situation zu meistern, wie wir das in der Vergangenheit schon so oft getan haben.“

Swiss Re schätzt ihre durch Hurrikan Sandy bedingte Schadenbelastung auf rund 900 Millionen US-Dollar, nach Abzug von Retrozession und vor Steuern Diese Schätzung kann sich noch ändern, da die Schadenermittlung anhält. Der Marktschaden wird auf 20 bis 25 Milliarden US-Dollar geschätzt.

„Der Hurrikan hat die dicht bevölkerte Nordostküste der USA getroffen“, sagt Matthias Weber, Group Chief Underwriting Officer. „Dabei kam es zu ausgedehnten Stromausfällen, Störungen im öffentlichen Verkehr und Schäden an weiteren Infrastrukturen, welche die Wiederherstellungsbemühungen sehr schwierig gestaltet haben. Dies hat auch den Schadenermittlungsprozess erschwert. Unsere Schätzung von Ansprüchen unterliegt deshalb einem höheren Ausmaß an Unsicherheit als üblich und muss unter Umständen in Zukunft noch angepasst werden.“

Der zweite große Rückversicherer, die Munich Re, geht für ihr Unternehmen vorläufig von einem „mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Betrag aus“, wie Finanzvorstand Jörg Schneider erklärte: „Die hohe Zahl an Einzelschäden und die sehr weite Ausdehnung des Sturms machen eine Schadensschätzung sehr schwierig. Nach einer vorläufigen und noch von hoher Unsicherheit geprägten Schätzung gehen wir für Munich Re von einer Belastung in Höhe eines mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Betrags aus.“ 

Einer neuen Studie von Munich Re zufolge steigt nirgendwo auf der Welt die Zahl der Wetterkatastrophen stärker als in Nordamerika. Die Studie zeigt, dass sich die Anzahl der wetterbedingten Schadenereignisse dort in den letzten drei Jahrzehnten fast verfünffacht hat. Für diese Zunahme wird auch der anthropogene Klimawandel verantwortlich gemacht.

Quelle: Swiss Re AG, Munich Re AG 
                                                                 News_V2