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30.03.2009

SolarWorld-Chef sieht sich gut aufgestellt für „explodierenden“ Photovoltaik-Markt

2008 setzte die SolarWorld AG (Bonn) 900 Millionen Euro um. Der Konzerngewinn wuchs um 31,3 Prozent bzw. 35,4 Millionen Euro auf 148,7 (Vorjahr: 113,3) Millionen Euro an. Auch für das laufende Jahr rechnet der Vorstand mit einer Fortsetzung des konzernweiten Wachstums. Vorstandschef Frank Asbeck geht davon aus, dass weltweit die Nachfrage nach Solarstrom „explodieren“ wird. Längst nicht alle deutschen Hersteller sind seiner Ansicht nach allerdings für diese Entwicklung gerüstet.

Das Potenzial für Solarstrom liege weltweit bei einem Volumen von mehr als 200 Milliarden Euro, so Asbeck in einem Interview mit der „Wirtschaftswoche“. Dennoch werde es in den nächsten Jahren eine Konsolidierung des Photovoltaik Marktes geben, die weltweit nur zehn bis zwölf Anbieter überleben werden, darunter seiner Ansicht nach nur zwei bis drei deutsche. Auch werden neue Konzerne wie Samsung, LG oder General Electric in diesen lukrativen Markt einsteigen, glaubt Asbeck. 

Die gut aufgestellten deutschen Hersteller brauchen nach Ansicht des SolarWorld-Chefs insbesondere die chinesische Konkurrenz dennoch nicht zu fürchten: „Man kauft im Leben vielleicht fünf Autos, aber nur eine Solaranlage. Da wollen die Leute sicher sein, Qualität zu kaufen. Und die kommt nun einmal aus Deutschland und auch noch aus den USA“, erklärte Asbeck gegenüber der „Wirtschaftswoche“. 

Daher glaubt Asbeck auch nicht, dass die deutschen Arbeitsplätze der Branche in Billiglohnländer verschwinden. „Ich bin überzeugt, dass wir die momentan 40.000 Jobs halten können. Selbst wenn einige Unternehmen aufgeben: Die Industrie wird wachsen – auch hier. Die Personalkosten machen ohnehin nur zehn Prozent an den Gesamtkosten aus. Dafür braucht man keine Produktion in die Dritte Welt zu verlagern. Zumal unsere Facharbeiter hochproduktiv sind. Wo die Chinesen drei Leute beschäftigen, steht bei uns nur einer, und der bedient hochwertige Maschinen.“ 

Frank Asbeck (49) war Gründungsmitglied der Grünen. Seit 1998 hat der Agraringenieur SolarWorld zu einem führenden Komplettanbieter von Photovoltaik Anlagen aufgebaut. Im Geschäftsjahr 2008 hat die SolarWorld AG Gewinn und Umsatz konzernweit planmäßig gesteigert. Der Konzernumsatz stieg aufgrund größerer Produktionskapazitäten und kräftiger Nachfrage im In- und Ausland um 30,6 Prozent bzw. 210,7 Millionen Euro auf 900,3 (Vorjahr: 689,6) Millionen Euro. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) kletterte um 31,1 Prozent bzw. 61,9 Millionen Euro auf 260,8 (Vorjahr: 198,9) Millionen Euro. Der Konzerngewinn wuchs um 31,3 Prozent bzw. 35,4 Millionen Euro auf 148,7 (Vorjahr: 113,3) Millionen Euro an. 

Dieser Anstieg ist nach Angaben des Unternehmens im Wesentlichen auf die positive Entwicklung im operativen Geschäft, die geringere Steuerbelastung infolge der Unternehmenssteuerreform 2008 in Deutschland sowie auf den Erlös aus der Veräußerung von 65 Prozent der Anteile an der Gällivare PhotoVoltaic AB (GPV) in Höhe von 13,4 Millionen Euro zurückzuführen.

„Infolge unserer operativen Gewinnsteigerung wollen wir unsere Aktionärinnen und Aktionäre auch in diesem Jahr am Geschäftserfolg teilhaben lassen“, sagte Dipl.-Ing. Frank H. Asbeck, Vorstandsvorsitzender der SolarWorld AG. „Vorstand und Aufsichtsrat werden daher der Hauptversammlung eine auf 15 Eurocent erhöhte Dividende vorschlagen.“

Im Geschäftsjahr 2008 konnte der Konzern seine internationale Expansion erfolgreich fortsetzen. So stieg die konzernweite Auslandsquote im Vergleich zum Vorjahr um 5 Prozentpunkte auf 54 (Vorjahr: 49) Prozent. Mit der Inbetriebnahme eigener hochmoderner Produktionsstätten in Hillsboro/ USA und in Südkorea konnte der Konzern seine internationale Marktstellung im Berichtsjahr deutlich ausbauen.
Der Konzern konnte eigenen Angaben zufolge seine gute Liquidität weiter ausbauen: Die freien Mittel beliefen sich zum Jahresende auf 836,1 (Vorjahr: 792,9) Millionen Euro. Eine hohe Eigenkapitalquote von 39,7 (Vorjahr: 40,6) Prozent schafft zudem eine verlässliche Basis für weiteres Konzernwachstum. „Aufgrund der nachhaltigen Ertragskraft der SolarWorld sind wir im internationalen Vergleich gut aufgestellt. Unsere kurz- und mittelfristigen Wachstumsziele werden wir planmäßig umsetzen. Gleichzeitig wollen wir eine strategische Liquiditätsreserve vorhalten“, kommentierte Finanzvorstand Dipl.-Kfm. tech. Philipp Koecke die solide Finanzverfassung des Unternehmens.

Die SolarWorld AG nutzt ihre gute Bonitätseinstufung, um weitere Fremdkapitalmittel aufzunehmen, heißt es in einer Pressemitteilung weiter. So sei am 24. März 2009 ein Konsortialkredit in Höhe von 200 Millionen Euro aufgenommen worden. Die SolarWorld habe diesen langfristigen Kredit mit einem Konsortium aus deutschen Geschäftsbanken abschließen können.

Auch für das laufende Jahr rechnet der Vorstand mit einer Fortsetzung des konzernweiten Wachstums. „Wir werden unsere Wachstumsgeschwindigkeit beibehalten und die beschlossenen Projekte zum Ausbau der Produktionskapazitäten planmäßig fortführen“, sagte Frank H. Asbeck, der SolarWorld Vorstandsvorsitzende. So wird der im vergangenen Jahr eröffnete US-Standort Hillsboro weiter ausgebaut. Auf dem Gelände soll bis Ende November 2009 ein 200.000 Quadratmeter großer Neubau für die Bereiche Logistik, Distribution und Produktion entstehen, das ist eine Vergrößerung der bisherigen Gebäudefläche um 44 Prozent. 

Bereits heute ist die SolarWorld eigenen Angaben zufolge der größte in den USA produzierende Hersteller kristalliner Solarstromtechnologie. Bis zum Jahr 2011 soll am Standort Hillsboro eine Kapazität von 500 MW erreicht werden, insgesamt sollen dann rund 1.000 Menschen dort für die SolarWorld arbeiten. In den USA erwartet der Konzern aufgrund der vom US-Präsidenten Barack Obama angekündigten Energiewende ab 2009 ein weiteres Marktwachstum.

„Zur Stärkung unserer Wettbewerbsfähigkeit werden wir zudem intensiver in die Forschung und in die Weiterentwicklung unserer kraftvollen Marke SolarWorld investieren“, sagte Vorstandssprecher Frank H. Asbeck. Aus Sicht des SolarWorld Managements werden die Preise auf dem Weg zur angestrebten Netzparität notwendigerweise fallen. Vor diesem Hintergrund und unter der Prämisse einer sich im zweiten Halbjahr 2009 stabilisierenden gesamtwirtschaftlichen Entwicklung rechnet der Vorstand mit einem Umsatz über Vorjahresniveau mit 1 Milliarde Euro als nächstem Etappenziel. 

Im Berichtsjahr 2008 hat die SolarWorld eigenen Angaben zufolge bereits zum zweiten Mal einen in die Konzernberichterstattung integrierten Nachhaltigkeitsbericht erstellt und dabei den internationalen Standard der Global Reporting Initiative (GRI) angewendet. Der Bericht erreichte demnach erneut das Berichtsniveau A+, da er extern durch eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft sowie in zweiter Instanz durch die GRI auf Vollständigkeit und Richtigkeit der Angaben geprüft wurde. Darüber hinaus wurden 2008 erstmals die Nachhaltigkeitskennzahlen der Deutschen Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management (DVFA) in die Berichterstattung aufgenommen.

Flankierend zur ökonomischen Zielsetzung beziehe der Konzern zunehmend ökologische und soziale Aspekte in die Unternehmensstrategie und -steuerung ein, die zur nachhaltigen Gestaltung von Produkten und Prozessen beitragen sollen, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Ziel sei es, über ein breit gefächertes Nachhaltigkeitsmanagement Chancen und Risiken besser zu antizipieren sowie entscheidende Innovations- und Wettbewerbsvorteile hinsichtlich der Erschließung neuer Märkte zu generieren. 

Quelle: SolarWorld AG, Wirtschaftswoche

  

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