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06.10.2009

Erneuerbare Energien: Globale Märkte brauchen Forschung

Deutschland hat zwar eine Spitzenstellung auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien, doch um die Klima- und Energieprobleme der Welt zu bewältigen, müssen die Erneuerbaren in globalem Maßstab eingesetzt und für verschiedene Regionen angepasst werden. Daher hat sich der Forschungsverbund Erneuerbare Energien (FVEE) die Energieforschung für globale Märkte zum Thema seiner Jahrestagung gemacht.

Im Vorfeld des Welt-Klimagipfels in Kopenhagen stellen vom 24. bis 25. November Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus ganz Deutschland in Berlin erneuerbare Energietechnologien vor, die weltweit nutzbar sind. Der Sprecher des FVEE, Professor Frithjof Staiß betont: „Für die Durchsetzung einer ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltigen Energieversorgung im globalen Maßstab müssen wissenschaftliche Kooperationen intensiviert werden. Denn für die breite Anwendung brauchen wir mehr leistungsfähige und kosteneffiziente Technologien, die speziell für die jeweiligen Regionen optimiert sind. Dabei spielt die internationale Zusammenarbeit auf Augenhöhe eine wichtige Rolle“.

„Die deutschen Forschungseinrichtungen haben mit der hiesigen Industrie und Politik nachhaltige Energietechnologien zur Marktreife geführt. Deutschland ist damit weltweit auf einem der ersten Plätze“, sagt Professor Frithjof Staiß, der wissenschaftliche Leiter der Jahrestagung. Daraus sind viele erfolgreiche Projekte mit ausländischen Partnern entstanden. Die deutsche Forschung, insbesondere die Institute des ForschungsVerbunds, forcieren derzeit gemeinsam mit der Industrie Technologiepartnerschaften und Wissenstransferprojekte mit Ländern aus allen Erdteilen. Die wirtschaftliche Entwicklung werde so auf beiden Seiten gefördert. Das zeigten Projekte in Südamerika, Afrika und Asien.

Ein aktuelles Beispiel für die bereits entstehenden globalen Märkte erneuerbarer Energien ist das Projekt „Desertec“. Deutsche Firmen wollen in Zusammenarbeit mit nordafrikanischen Ländern solare Kraftwerke bauen. Das Potenzial solcher grenzüberschreitenden Kooperationen ist laut Staiß aber noch deutlich größer: „Erneuerbare Energien werden Millionen Menschen beschäftigen, Milliarden Menschen versorgen und Billionen Euro erwirtschaften.“ Die Forschung kann und muss dafür entscheidende Impulse geben. Dieser Verantwortung sind sich die Mitgliedsinstitute des ForschungsVerbunds Erneuerbare Energien bewusst. 

Quelle: Forschungsverbund Erneuerbare Energien (FVEE)

  

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