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13.02.2012

EEG schafft gute Startpositionen für wachsenden Weltmarkt

Laut ForschungsVerbund Erneuerbare Energien (FVEE) sollte das Ziel des „Nationalen Aktionsplanes für Erneuerbare Energien“ der Bundesregierung, bis zum Jahr 2020 in Deutschland mindestens 52 GW Photovoltaik Leistung zu installieren, beibehalten werden. Eine feste Mengenbegrenzung beim Photovoltaik Zubau hätte nach aktuellen Berechnungen von Prognos gegenüber dem „atmenden Deckel“ des EEG kaum eine strompreisdämpfende Wirkung, könnte aber erhebliche Nachteile beispielsweise für die Energiewende, Arbeitsplätze, Steuereinnahmen sowie die Technologieführerschaft bringen.

Das EEG hat sich nach Ansicht der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler als erfolgreiches Instrument zur Markteinführung Erneuerbarer Energien im Strombereich erwiesen. Das EEG fördert erfolgreich das notwendige Wachstum bei der Installation neuer regenerativer Anlagen. Gleichzeitig bewirken die im EEG vorgegebenen Degressionen der Fördersätze einen steten Bedarf an kostensenkenden Innovationen und initiieren eine ausgeprägte Forschungs- und Entwicklungsdynamik bei den Erneuerbaren Energietechnologien.

Für die derzeit noch teuerste aber am schnellsten billiger werdende Technologie, die Photovoltaik seien die Minderungen der Einspeisevergütungen mit 50 Prozent in den letzten fünf Jahren besonders hoch gewesen. Dies war nach Ansicht der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nur durch eine Vielzahl von Innovationen aus Forschung und Industrie darstellbar. Das EEG ist daher laut FVEE ein äußerst effektiver Technologietreiber und sollte dies auch in Zukunft sein. 

Im besonders erfolgreichen Bereich Photovoltaik sollte das EEG dahingehend weiterentwickelt werden, dass substanzielle Zuwächse weiterhin möglich sind und gleichzeitig die System- und auch die Gebäudeintegration vorangetrieben werden. Für die Gebäudeintegration der Photovoltaik sollte es nach Ansicht des FVEE besondere Anreize geben. Hier lägen interessante Forschungs- und Entwicklungskonzepte vor, welche insbesondere der heimischen Industrie Differenzierungsmöglichkeiten bieten.

Das Ziel des „Nationalen Aktionsplanes für Erneuerbare Energien“ der Bundesregierung, bis zum Jahr 2020 in Deutschland mindestens 52 GW Photovoltaik Leistung zu installieren, sollte laut FVEE beibehalten werden. Durch die stetige Degression der Fördersätze beträgt die Umlage der für das 2020-Ziel jetzt noch notwendigen 27 GW Photovoltaik Leistung nur noch etwa ein Viertel der Umlage für die bisher schon installierten 25 GW.

Ohnehin hätte eine feste Mengenbegrenzung beim Photovoltaik Zubau nach aktuellen Berechnungen von Prognos gegenüber dem „atmenden Deckel“ des EEG kaum eine strompreisdämpfende Wirkung. So würde beispielsweise eine Deckelung auf 1 Gigawatt pro Jahr gegenüber einem trendmäßigen Zubau von 4 Gigawatt pro Jahr bis 2016 lediglich eine Einsparung von etwa 0,3 Euro je Kilowattstunde ausmachen. Dem stünden aber in 2020 ein um 50 Prozent kleinerer Solarstromanteil für die Energiewende, Arbeitsplatzverluste, sinkende Branchenumsätze und fehlende Steuereinnahmen sowie die Gefährdung der Technologieführerschaft gegenüber.

Internationale Studien und Analysen, wie der im Sommer 2011 erschienene Spezialbericht „Erneuerbare Energien“ des Weltklimarates, zeigen erhebliche Marktpotenziale für die Erneuerbaren Energien auf globaler Ebene auf. Die damit verbundenen wirtschaftlichen Chancen können besonders von denjenigen erschlossen werden, die auf konsequente Technologieentwicklung und stetige Innovationen setzen. In Deutschland leistet das EEG dazu einen entscheidenden Beitrag.

Die Photovoltaik ist nach Ansicht der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler systemrelevant für ein stabiles nachhaltiges Energiesystem der Zukunft. Insbesondere Wind und Sonne ergänzen sich in ihren unterschiedlichen Angebotsprofilen hervorragend und gleichen Bedarfs- und Angebotsspitzen gegenseitig aus. So sorgen sie gemeinsam dafür, dass nur sehr wenige kostenintensive Speicher und schnell regelbare Gaskraftwerke zur weiteren Glättung eingesetzt werden müssen.

Hintergrund:
Der ForschungsVerbund Erneuerbare Energien (FVEE) ist eine bundesweite Kooperation von Forschungsinstituten. Die Mitglieder erforschen und entwickeln Techniken für die gesamte Breite der erneuerbaren Energien und deren Integration in Energiesysteme, für Energieeffizienz und für Energiespeicherung. Mit inzwischen 2800 Mitarbeitenden in zwölf Instituten vertritt der FVEE rund 80 Prozent der außeruniversitären Forschungskapazität für erneuerbare Energien in Deutschland und ist das größte koordinierte Forschungsnetzwerk für erneuerbare Energien in Europa.

Quelle: ForschungsVerbund Erneuerbare Energien (FVEE)

  

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