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05.07.2011

S.A.G. Solarstrom AG erhält Projekt-Zwischenfinanzierung über 80 Millionen Euro

Die S.A.G. Solarstrom AG (Freiburg i.Br.) hat für das 48 MWp-Photovoltaik-Projekt in Norditalien die Zusage für eine Projekt-Zwischenfinanzierung über 80 Millionen Euro vom Deutsche Bank Konzern erhalten. Gleichzeitig hat sie die günstigen Marktbedingungen genutzt und weitere Modulkapazitäten mit einer Gesamtleistung von 36 MWp von Trina Germany gesichert, teilt das Unternehmen in einer Pressemeldung mit.

Sowohl die Zwischenfinanzierung der Deutschen Bank als auch ein signifikanter Anteil der zusätzlichen Modulkapazitäten seien für das 48-MWp-Projekt der S.A.G. Solarstrom AG in Norditalien bestimmt, das planmäßig bis Ende August fertiggestellt und ans Netz angeschlossen werden soll, so das Unternehmen weiter.

„Wir haben bislang einen Großteil der üblichen Vorfinanzierungskosten aus unserem Cashflow finanziert“, erläutert Dr. Karl Kuhlmann. „Und die sind bei einem Projekt dieser Größenordnung nicht unerheblich. Die Zusage für die Projekt-Zwischenfinanzierung erleichtert uns nun die schnelle Fertigstellung des Projektes bis Ende August“.

Großprojekte wie dieses 48-MWp-Projekt werden von der S.A.G. Solarstrom AG in der Regel über Projektgesellschaften realisiert. Die Projektgesellschaft hält sämtliche Rechte und Genehmigungen und erhält üblicherweise - wie in diesem Fall auch - die projektspezifische Finanzierung. Bei einem Verkauf geht die Projektgesellschaft mit sämtlichen Rechten und Pflichten sowie bestehenden Finanzierungen an den neuen Eigentümer über. Durchfinanzierte Projekte erzielten auf dem Markt in der Regel einen deutlich höheren Marktpreis, so die S.A.G. Solarstrom AG.

Die S.A.G. Solarstrom AG hat eigenen Angaben zufolge zudem die aktuell günstigen Einkaufskonditionen genutzt und weitere Modullieferungen von Trina vereinbart. „Wir profitieren als herstellerunabhängiger Anbieter vom aktuellen Preisdruck auf dem Komponentenmarkt“, erläutert Dr. Karl Kuhlmann. „Wir kaufen grundsätzlich nicht auf dem Spotmarkt, sondern nur von Lieferanten, die wir zuvor qualifiziert haben und die eine entsprechend hohe Produktqualität bieten können. Durch die engen Lieferantenbeziehungen erhalten wir Komponenten immer zu einem marktadäquaten Preis ohne dass wir größere Lagerbestände mit Abwertungsrisiko aufbauen müssten. Speziell für Projekte mit diesem Volumen können wir jedoch aktuell am Markt hochqualitative Komponenten zu einem Preis einkaufen, der unserer Gesamtrentabilität zu Gute kommt“.

Die S.A.G. Solarstrom AG meldete im 1. Quartal 2011 einen Umsatz von 78,9 Millionen Euro, was im Vergleich zum Vorjahresquartal eine Verdoppelung bedeutet. Das Q1-EBIT konnte Unternehmensangaben zufolge auf 5,1 Millionen Euro mehr als verdreifacht werden.

Die Bilanz zum Jahresende 2010 war noch durch einige stichtagsbedingte Effekte belastet: Beispielsweise erfolgte die Kaufpreiszahlung für Photovoltaik Anlagen aus zwei italienischen Projektgesellschaften aufgrund hohen bürokratischen Aufwandes in Italien erst im ersten Quartal 2011 und für das 48 MWp-Projekt, für das im vierten Quartal 2011 bereits erhebliche Vorarbeiten anfielen, konnte zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung noch kein Umsatz und Ertrag realisiert werden, da aufgrund der unsicheren gesetzlichen Situation hinsichtlich Einspeisevergütung in Italien ein Verkauf noch nicht hinreichend konkret war. Zudem hatte die Unternehmensgruppe weiter in den eigenen Kraftwerksbestand investiert, der aktuell 25,1 MWp umfasst.

Diese Effekte hatten trotz eines positiven EBITs in Höhe von 13,1 Millionen Euro die Bilanz zum Jahresende noch deutlich belastet. So hätte die Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag ohne die beiden erstgenannten temporären Effekte bei soliden 33,7 Prozent gelegen, teilt das Unternehmen weiter mit.

Die S.A.G. Solarstrom AG will den eigenen Kraftwerksbestand weiter stärken und auch in diesem Jahr noch weitere Investitionen tätigen, um mittelfristig den Mehrheitsanteil dieses attraktiven Ökostromportfolios an einen strategischen Partner abzugeben und gemeinsam mit diesem Partner, jedoch bilanzschonend für die S.A.G. Solarstrom AG, das Portfolio weiter auszubauen. Für 2011 prognostiziert das Management einen Umsatz zwischen 260 - 280 Millionen Euro und ein EBIT zwischen 16 -18 Millionen Euro.

Quelle: S.A.G. Solarstrom AG

  

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