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14.03.2012

Ein Jahr nach Fukushima wächst Japans Solarsektor

Ein Jahr nachdem Japan von einem schweren Erdbeben, einem Tsunami und einem verheerenden Atomunglück erschüttert wurde, steckt das Land nach Angaben des japanischen Photovoltaik Unternehmens Kyocera (Kyoto) mitten in der Energiewende. „Die Katastrophe von Fukushima hat Erneuerbare Energien ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt. Um unsere Zukunft und die nachfolgender Generationen zu sichern, müssen wir die Energiewende vorantreiben“, sagt Shigeru Koyama, Europapräsident von Kyocera.

Derzeit sind nur noch zwei von ursprünglich 54 japanischen Atomreaktoren am Netz. Ihre Leistung deckte vor den Ereignissen in Fukushima rund 30 Prozent von Japans Energiebedarf. Um diesen Anteil heute auszugleichen, werde Solarstrom immer wichtiger, so Kyocera. Kyocera biete mit seinen Produkten passende Lösungen für Privathaushalte und Industrie. Die Energietrends in Japan könnten auch wegweisend für den europäischen Markt sein, so Kyocera.

Bis Ende März 2012 würden mehr als eine Million Haushalte in Japan ihren Strom aus ihren eigenen Solarstromanlagen beziehen, meldet das Unternehmen weiter. Der Trend gehe in Japan zur Selbstversorgung. Allein zwischen April 2011 und Januar 2012 sei die Zahl der Bewerbungen um häusliche Solarinstallationen auf 215.178 angestiegen, eine Steigerung um 140 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Experten erwarten auch in den kommenden Jahren einen Anstieg bei häuslichen Solarinstallationen um 12 Prozent pro Jahr.

Neue Einspeisetarife sollen auch als Katalysator für die Entwicklung von Groß-Solarstromanlagen wirken. Details zur Neuregelung habe die japanische Regierung noch nicht endgültig festgelegt. Beschlossen sei jedoch, dass die neuen Tarife ab dem 1.Juli 2012 gelten sollen. Darüber hinaus sei es durch das gemeinsame Engagement von Industrie, Wirtschaft und Bevölkerung im vergangenen Jahr gelungen, den gesamten Energieverbrauch Japans um rund 15 Prozent zu senken, meldet Kyocera.

Kyocera ist am Bau von Solar-Großanlagen für öffentliche und gewerbliche Zwecke beteiligt. Beispiele dafür sind Unternehmensangaben zufolge eine 4,2 MW-Installation für die Stadt Kyoto oder Photovoltaik Module auf umweltfreundlichen Einkaufszentren. Bis zum Jahr 2020 planen die zehn japanischen Energieversorger den Bau von 30 Groß-Solarstromanlagen. Damit sollen zusätzlich 140MW aus Sonnenenergie ins Stromnetz eingespeist werden.

Quelle: Kyocera Fineceramics GmbH

  

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