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13.11.2006

Conergy AG sieht sich gut aufgestellt

Die Hamburger Conergy AG meldet volle Auftragsbücher und sieht sich damit weiter auf Kurs. Gegenüber dem Vorjahr (530,2 Millionen Euro) will sie ihren Gesamtumsatz 2006 um mindestens 50 Prozent auf über 800 Millionen Euro steigern. Beim Auslandsgeschäft konnte der Umsatz in den ersten neun Monaten bereits fast vervierfacht werden. Die Mitarbeiterzahl hat sich zum 1. Oktober 2006 auf 1.340 fast verdoppelt (Vorjahreszeitraum: 696). Dank des weit überproportional wachsenden Auslandsgeschäfts und der im Plan voranschreitenden Großprojekte sei Conergy auf dem Weg, die gesteckten Ziele zu erfüllen und keine Lagerbestände für Solarmodule bei tendenziell fallenden Beschaffungskosten aufzubauen, heißt es in einer Erklärung des Unternehmens.

Planmäßig verlaufene Projektfortschritte führten laut Conergy AG in den ersten neun Monate zu einem Umsatzsprung von 53 Prozent auf 384,5 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum 250,9 Millionen Euro). Bis zum Jahresende seien weitere Solar-, Wind- und Bioenergieprojekte mit einem Umsatzvolumen von über 390 Millionen Euro bereits in der termingerechten Realisierung. Für 2007 erwartet Conergy wie in der Vergangenheit wieder einen positiven Cashflow.

Beim Auslandsgeschäft konnte der Umsatz in den ersten neun Monaten 2006 bereits mit 120,2 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum 34,1 Millionen Euro) fast vervierfacht werden. Auch in Deutschland wurde der Umsatz um rund 20 Prozent auf 260,4 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum 16,8 Millionen Euro) ausgebaut. Neben der Steigerung des Auslandsumsatzes konnte der Umsatz mit Solarthermie , Bio- und Windenergieprojekten in den ersten neun Monaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum etwa verzehnfacht werden. Diese Entwicklung zeige Conergy auf bestem Weg, bereits ab 2008 rund 50 Prozent des Umsatzes außerhalb Deutschlands und rund 50 Prozehnt außerhalb des Kerngeschäfts Fotovoltaik zu erwirtschaften. Damit wachse das umsatzstärkste Solarunternehmen Europas zu einem weltweit führenden Systemanbieter für Strom Wärme oder Kühlung aus Solar-, Wind- und Bioenergie, heißt es.

Wie bei der Solarthermie baue Conergy auch bei der Fotovoltaik die Wertschöpfungstiefe konsequent weiter aus. In Frankfurt/Oder wird dafür eine bislang weltweit einzigartig vollintegrierte Massenproduktion von Wafern, Zellen bis zu Solarmodulen aufgebaut. Mit dem vollautomatisierten Ansatz werden bei überdurchschnittlichen Wirkungsgraden die Prozesskosten gegenüber bisherigen Produktionskonzepten weiter gesenkt. Damit erwarte Conergy auch vor dem Hintergrund fallender Silizium- und Modulpreise nachhaltige Kostenvorteile im Systemgeschäft.

In der ersten Ausbaustufe werden in Frankfurt/Oder ab 2008 jährlich Solarmodule mit einer Gesamtleistung von rund 250 Megawatt produziert. Bereits im Sommer 2007 beginne die Massenproduktion. Bis Ende 2007 werden Module „Made by Conergy“ mit einer Gesamtleistung von mehr als 50 Megawatt (MWp) vom Band laufen. Von den Lieferanten würden für 2007 bereits weit größere Modulmengen zu deutlich günstigeren Einkaufskonditionen angeboten, als für einen erneuten Umsatzsprung von 50 Prozent bei entsprechend wachsendem Jahresüberschuss notwendig seien. Auch darin zeige sich, dass sich der solare Verkäufermarkt zu einem Käufermarkt dreht, indem der Zugang zum Endkunden der entscheidende Wettbewerbsvorteil ist. Conergy werde von dieser Entwicklung überproportional profitieren und die Anzahl der Lieferanten straffen. Ziel sei, sich auf die strategisch interessanten Zulieferer zu konzentrieren.

Quelle: Conergy AG


  

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