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30.04.2007

Solarwirtschaft begrüßt Klimapaket der Bundesregierung

Das von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel angekündigte regenerative Wärmegesetz wird von der deutschen Solarwirtschaft ausdrücklich begrüßt. Es sieht vor, dass bei Neubauten und der grundlegenden Sanierung von Altbauten ein bestimmter Anteil des Wärmebedarfs aus Erneuerbaren Energie erzeugt werden muss. Dabei werde die Solarwärme eine Schlüsselrolle spielen, ist sich der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) sicher. Langfristig könne Solarwärme rund ein Drittel des deutschen Wärmebedarfs decken. „Das Wärmegesetz wird maßgeblich dazu beitragen, den schlafenden Riesen Solarwärme zu wecken“, so Carsten Körnig, Geschäftsführer des BSW.

Bereits heute vertrauen rund 1 Million deutsche Haushalte auf Solarwärme zur Brauchwassererwärmung und Heizungsunterstützung. Damit können jährlich rund 500 Millionen Liter Öl oder Kubikmeter Gas eingespart werden. Dies entspricht rund 36.000 Öllieferfahrzeugen. Hinzu kommen eingesparte Emissionen des Treibhausgases Kohlendioxid von jährlich rund einer Million Tonnen. Im Neubaubereich haben zu 100-Prozent regenerativ beheizte Häuser die Marktreife erlangt.

Nach Angaben des Bundesverbandes Solarwirtschaft e. V. wuchs der Markt und Branchenumsatz für Solarwärmeanlagen im letzten Jahr um 58 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 1,2 Milliarden Euro. Die rund 4.000 deutschen Solarwärmeunternehmen beschäftigten 2006 rund 19.000 Mitarbeiter, 6.500 Arbeitsplätze mehr als im Vorjahr.

Für die kommenden Jahre rechnet der Verband mit einer weiteren Expansion und folgt damit der Einschätzung des Schweizer Bankhauses Sarasin, das bis 2010 ein jährliches globales Wachstum bei der neu installierten Leistung von 25 und 30 Prozent erwartet. Durch den raschen Ausbau der Solarwärme könne Deutschland nach BSW-Solar-Einschätzungen seine Importabhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringern und mittel- bis langfristig rund 30 Prozent aller Ölimporte aus Nahost einsparen.

„Der vom Bundesumweltminister vorgestellte Weg ist ein wichtiger Schritt, die enormen Potenziale regenerativer Energiequellen am Wärmemarkt weiter zu erschließen“, so Carsten Körnig vom Bundesverband Solarwirtschaft (BSW).

Quelle: Bundesverband Solarwirtschaft (BSW)




  

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