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13.12.2011

Ein Studienpaket für die Energiewende

Die Energiewende ist eine Mega-Aufgabe für die Gesellschaft. Um die Nutzung fossiler Energieträger durch den Ausbau alternativer und regenerativer Technologien zurückzudrängen, benötigen Industrie und Wirtschaft Fach- und Führungskräfte mit anwendungsrelevantem Wissen. Die Hochschule Ulm antwortet auf die Herausforderungen der Energiewende mit einem Paket aus drei neuen Studiengängen im Bereich Energietechnik und Energiewirtschaft.

Die beiden neuen Bachelor-Studiengänge Internationale Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik sorgen für das berufsqualifizierende Fundament, während für die wissenschaftliche Weiterqualifikation der neue Master-Studiengang Elektrische Energiesysteme und Elektromobilität zur Verfügung steht. „Das ist das richtige Studienangebot zur richtigen Zeit und am richtigen Ort!“, ist Professor Dr. Achim Bubenzer, Rektor der Hochschule Ulm, überzeugt.

Die drei Studiengänge setzen auf der seit über 20 Jahren bewährten Vier-Punkte-Strategie der Hochschule Ulm in Sachen Energie auf, die 1991 mit der Einrichtung des Studienschwerpunktes Energietechnik für alle klassischen Ingenieurstudiengänge begann: Minimierung des Energiebedarf, rationelle Energienutzung, Einsatz erneuerbarer Energien und wirtschaftlicher Umgang mit Energie. Sie hat dazu beigetragen, dass vor allem in Zusammenarbeit mit der Stadt Ulm das systematisch aufgebaute Wissen um eine moderne Energietechnik auch in der Energieversorgung und der Gebäudetechnik vor Ort umgesetzt wird. 

„Die Stadt Ulm und die Hochschule Ulm sind so zum Wegbereiter für ein in Baden-Württemberg herausragendes Versuchs- und Demonstrationsfeld moderner, nachhaltiger Energietechnik und Energiewirtschaft geworden“, erläutert der Rektor. Wissen und Erfahrungen dieser Art sind seit der Katastrophe von Fukushima wichtiger und gefragter denn je.

Im Mittelpunkt des Bachelor-Studiengangs Internationale Energiewirtschaft (IEW) steht der intelligente Umgang mit dem knappen Wirtschaftsgut Energie, der naturgemäß keine Ländergrenzen kennt. Kennzeichnend für den Studiengang sind die enge Verknüpfung der Fachgebiete Energietechnik, Informatik und Betriebswirtschaftslehre sowie ein Pflichtsemester an einer ausländischen Partnerhochschule. Die ersten Studierenden werden zum Wintersemester 2012/13 zugelassen werden. Pro Semester stehen jeweils 40 Studienplätze zur Verfügung.

Der Bachelor-Studiengang Energiesystemtechnik (ES) vermittelt die Grundlagen über zukunftsweisende Verfahren in der Bereitstellung von und im Umgang mit Energie: von der modernen Kraftwerkstechnik über die Brennstoffzelle bis zur Photovoltaik und die für deren effizienten Einsatz notwendige Systemtechnik. Absolventen dieses Studiengangs sind bestens ausgerüstet, um umfassende technische Lösungen für die Realisierung der Energiewende zu finden und zu realisieren. Ab dem Wintersemester 2012/13 werden 35 Studienplätze pro Semester zur Verfügung stehen.

Der Master-Studiengang Elektrisch Energiesysteme und Elektromobilität (EE) vertieft das technische und funktionale Wissen hinsichtlich der Entwicklung und Nutzung elektrochemischer Stromquellen, die Bewirtschaftung elektrischer Netze und den Einsatz elektrischer Antriebe. Dieser Studiengang startet bereits zum Sommersemester 2012.

Mit dem neuen Studienangebot stößt die Hochschule Ulm an ihre räumlichen Grenzen. Allein durch den Studiengang IEW werden letztlich 250 Studierende hinzukommen, für die Seminarräume benötigt werden. Am Standort Albert-Einstein-Allee wird deshalb gegenwärtig der Anbau eines Seminar-Traktes an den bestehenden Gebäudekomplex geplant. Aus Mitteln des Landesprogramms „Hochschule 2012“ werden neben den Seminarräumen auch Büroräume für Professoren und Mitarbeitern sowie für eine kleine Verwaltungseinheit entstehen. Insgesamt wird es sich um eine Nutzungsfläche von 735 Quadratmetern handeln, die zum Sommersemester 2014 in Betrieb genommen werden soll. Die Kosten werden auf 2,5 Millionen Euro veranschlagt. Laut Dipl.-Arch. Wilmuth Lindenthal, Leiter des Amtes Ulm Vermögen und Bau, handelt es sich um ein äußerst wirtschaftliche Baumaßnahme, da der Anbau am Bestand erfolgt.

Mehr Informationen unter www.hs-ulm.de

Quelle: Hochschule Ulm

  

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