Im solarportal24-Linkverzeichnis finden Sie schnell, einfach und kostenlos kompetente Ansprechpartner/innen für Ihre Fragen rund ums Thema Solarenergie, Erneuerbare Energien und mehr.
Architekten (22)
Berater (61)
Energieagenturen (9)
Finanzierung (17)
Forschung & Entwicklung (3)
Fort- und Weiterbildung (3)
Großhändler (54)
Handwerker (207)
Händler (69)
Komplettlösungen (22)
Medien (7)
Montagegestelle (7)
Planer (42)
private Solarseiten (15)
Solarhersteller (64)
Solarversicherungen (15)
Verbände/Vereine (13)
Versandhandel (15)
Ökologisch Bauen (12)
Mitmachen
Login / Eintrag ändern


Zurück zu den Nachrichten... Diesen Artikel ausdrucken
14.04.2012

Freiburger Erklärung 3.0 zur Energiewende

Ein Jahr nach Fukushima zeigt sich, dass die Politik der Bundesregierung zur angekündigten Energiewende mit ihren üblichen Rezepten an ihre Grenzen stößt. Die Diskussion der vergangenen Wochen um die Photovoltaik hat nach Ansicht der Unterzeichner der Freiburger Erklärung 3.0 den Kern der Problematik in der aktuellen Energiepolitik offengelegt. Die Unterzeichner der Freiburger Erklärung 3.0 mahnen klare Ziele und verlässliche Strategien für eine erfolgreiche Energiewende an - nur so könne die Energiewende gelingen und Deutschland seinen Teil im globalen Kampf gegen den Klimawandel beitragen.

Hier die Freiburger Erklärung 3.0 im Wortlaut:

Ein Jahr nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima zeigt sich, dass die Politik der Bundesregierung zur angekündigten Energiewende mit ihren üblichen Rezepten an ihre Grenzen stößt. Die Diskussion der vergangenen Wochen um die Förderung der Photovoltaik hat nicht nur zu erheblicher Verunsicherung geführt, sondern den Kern der Problematik in der aktuellen Energiepolitik offengelegt: Solange wir uns in Deutschland nicht auf verbindliche Formulierungen über die Ziele und die dafür notwendigen Schritte einigen, solange überwiegt der Eindruck parteipolitisch motivierter Debatten zu Einzelmaßnahmen.

Dabei muss uns allen bewusst sein,dass die Bundesrepublik Deutschland vor einer in ihrer Geschichte beispiellosen Herausforderung steht: Eine nachhaltige und zukunftsfähige Energiepolitik und Energiewirtschaft bedeuten für eine der höchst entwickelten Industrienationen die Transformation eines über Jahrzehnte etablierten und funktionsfähigen Energieversorgungssystems. Wenn es uns ernst ist mit dem Ausstieg aus der Atomenergie und dem Umstieg auf erneuerbare Energien, dann geht es um mehr als die Integration der erneuerbaren Energien in die jetzigen Strukturen der Energieerzeugung und -verteilung. Bereits die Freiburger Erklärung 2.0 hat nachdrücklich die Notwendigkeit einer dezentral ausgerichteten Energieversorgung hervorgehoben. Um diese Herausforderung zu bewältigen, braucht es neben allgemeinen politischen Willensbekundungen neue Konzepte des politischen Handelns.

Den Unterzeichnern ist bewusst, dass die Entscheidung selbst und insbesondere auch die folgenden, teils zögerlichen, teils widersprüchlichen Maßnahmen für die Energiewende Unsicherheiten innerhalb der Gesellschaft ausgelöst haben.

Die Unterzeichner heben daher die Bedeutung einer gesamtgesellschaftlichen Auseinandersetzung über Strategien für eine erfolgreiche Energiewende hervor und fordern die Ausgestaltung eines politischen Prozesses, der sich zukünftig durch klare Ziele und Verlässlichkeit statt Beliebigkeit und koalitionstaktische Rücksichten kennzeichnet. Verbindliche Strukturen und Zeitachsen müssen langfristig für alle Akteure Planungssicherheit garantieren. Die Unterzeichner empfehlen, die Zeit bis zur nächsten Novellierung des EEG zu nutzen, um die strukturellen Voraussetzungen für die Beantwortung der grundlegenden Fragen zu schaffen: zur energetischen Gebäudesanierung, zum Netzausbau, zur Entwicklung von Speichertechniken, zur Ausgestaltung des zukünftigen Energiemixes aus Sonne Wind, Wasser, Biomasse und Geothermie zur Steigerung der Energieeffizienz durch Kraft-Wärme-Kopplung zur Energieeinsparung im Strom und Wärmebereich sowie zur Bedeutung der Elektromobilität.

Die Sicherung der Technologieführerschaft Deutschlands im Bereich der erneuerbaren Energien stärkt nicht nur den Wirtschaftsstandort
Deutschland, sondern eine verantwortliche Positionierung Europas im globalen Kampf gegen den Klimawandel Ein solches Handeln steht einer der größten Industrienationen besser zu Gesicht als das permanente Herumdoktern an Einzelpunkten wie in der jüngsten Diskussion um die Förderung der Photovoltaik

Freiburg, 11. März 2012

STADT FREIBURG
Oberbürgermeister Dr. Dieter Salomon

FRAUNHOFER-INSTITUT FÜR SOLARE ENERGIESYSTEME ISE
Institutsleiter Prof. Dr. Eicke Weber

BADENOVA AG & CO. KG
Vorstand Maik Wassmer

GREEN CITY CLUSTER FREIBURG
Geschäftsführer Dr. Bernd Dallmann

KLIMA PARTNER OBERRHEIN
1. Vorsitzender Dr. Thorsten Radensleben

ENERGIEAGENTUR REGIO FREIBURG GMBH
Geschäftsführer Rainer Schüle

WIRTSCHAFTSVERBAND 100% GMBH
Geschäftsführer Per Klabundt

HANDWERKSKAMMER FREIBURG
Präsident Paul Baier

HANDWERKSKAMMER FREIBURG
Hauptgeschäftsführer Johannes Burger 

Quelle: ENERGIEAGENTUR REGIO FREIBURG GMBH


  

Vorheriger Artikel:
Bayern zufrieden mit aktueller EEG-Novelle
Nächster Artikel:
Talesun gewinnt Gigawatt-Solarprojekt in China

Newsarchiv

Mai 2019 April 2019 März 2019 Februar 2019 Januar 2019 Dezember 2018 November 2018 Oktober 2018 September 2018 August 2018 Juli 2018 Juni 2018 Mai 2018 April 2018 März 2018 Februar 2018 Januar 2018 Dezember 2017 November 2017 Oktober 2017 September 2017 August 2017 Juli 2017 Juni 2017 Mai 2017 April 2017 März 2017 Februar 2017 Januar 2017 Dezember 2016 November 2016 Oktober 2016 September 2016 August 2016 Juli 2016 Juni 2016 Mai 2016 April 2016 März 2016 Februar 2016 Januar 2016 Dezember 2015 November 2015 Oktober 2015 September 2015 August 2015 Juli 2015 Juni 2015 Mai 2015 April 2015 März 2015 Februar 2015 Januar 2015 Dezember 2014 November 2014 Oktober 2014 September 2014 August 2014 Juli 2014 Juni 2014 Mai 2014
 



  solarportal24.de Impressum | Neue Einträge | Top Links | Top Partner | 20.11.2019 03:49
                                                                 News_V2