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24.07.2007

ISI-Gutachten belegt Strompreis senkende Effekte des EEG

Gesamtwirtschaftlich gesehen, dürfte der Nutzen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) schon jetzt deutlich über den hiermit noch verbundenen Kosten liegen. Ein wesentlicher Aktivposten ist dabei der so genannte „Merit-Order-Effekt“: Da die Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien verhältnismäßig teuere fossile Kraftwerke ersetzt, sinkt das gesamte Preisniveau am deutschen Strommarkt. Hieraus resultieren erhebliche Einspareffekte, die das Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung (ISI, Karlsruhe) im Auftrag des BMU mit einem anspruchsvollen Kraftwerksmodell quantifiziert hat.

Der Bericht des Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung (ISI, Karlsruhe) analysierte die Auswirkungen der EEG Stromerzeugung auf die Strompreise. Dabei sind insbesondere der Marktwert-Effekt, der CO2-Effekt und der Merit-Order-Effekt auf den Strommarkt zu unterscheiden.

Der Merit-Order-Effekt den der Bericht detailliert analysierte, definiert sich folgendermaßen: Der Preis für Strom wird auf dem Spotmarkt durch das jeweils teuerste Kraftwerk bestimmt, das noch benötigt wird, um die Stromnachfrage zu befriedigen (Merit-Order). Die vorrangige EEG Einspeisung reduziert die Nachfrage nach konventionellem Strom Entsprechend der Merit-Order werden daher die teuersten Kraftwerke zur Nachfragedeckung nicht mehr benötigt, der Preis auf dem Strommarkt sinkt entsprechend.

Da die Spotmarkt-Preise gleichzeitig der wichtigste Preisindikator für den gesamten Strommarkt ist, führt das EEG so nicht nicht nur zu erheblichen Preisreduktionen am Spotmarkt, sondern sollte damit auch zu Einsparungen für alle Kundinnen und Kunden (Hebeleffekt) führen, so das ISI.

Die Ergebnisse der Modellberechnungen des ISI zeigten, dass der Merit-Order-Effekt in der Größenordnung der EEG Vergütung liegt. So lag im Jahr 2006 die durchschnittliche EEG Förderung für Erneuerbare Energien bei 103 Euro/MWh, die Höhe des Merit-Order-Effekts wurde mit 95 Euro/MWh berechnet.

Die Modell basierte Analyse zeige weiter, so das ISI, dass die Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien erheblichen Einfluss auf die Strompreise an der Börse haben kann. Die Auswertung für das Jahr 2006 ergab eine durchschnittliche Preisreduktion von 7,83 Euro/MWh durch den Merit-Order-Effekt Eine wesentliche Ursache für diesen hohen Wert hätten allerdings die stark veränderten Brennstoffpreise im Jahr 2006 gehabt.

Betrachte man den Marktwert der Erneuerbaren Energien und das in der Studie bestimmte Volumen des Merit-Order-Effekts gemeinsam, komme es zu einer erheblichen Reduktion der durch das EEG verursachten Kosten, so das ISI. Für das Jahr 2006 ist die Summe aus Marktwert und Merit-Order-Effekt sogar höher als die gesamte EEG Vergütungssumme: Der Preis senkende Merit-Order-Effekt des EEG im Jahr 2006 betrug nach Berechnungen des ISI rund 5 Milliarden Euro. Die insgesamt gezahlten EEG Umlagen betrugen dagegen nur 3,2 Milliarden Euro.

Den Schlussbericht im Detail finden Sie hier.

Quelle: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU), Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung (ISI, Karlsruhe)





  

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