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19.05.2006

Deutlicher Nachfrageschub nach Solarwärmeanlagen

„Immer mehr Bundesbürger erkennen, dass sich die Heizkosten mit Hilfe Erneuerbarer Energien senken lassen. Immer mehr Gebäude nutzen Solarenergie als Wärmequelle,“ so Carsten Körnig, Geschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft. Für das Jahr 2006 rechnet der Verband mit einem Marktwachstum von 30 Prozent und einer installierten Solarkollektorfläche von über 1,2 Millionen Quadratmetern.

Inzwischen leben nach Angaben des BSW bereits über zwei Millionen Bundesbürger in Häusern mit Solaranlagenanschluss. Sie nutzen die Wärme der Sonne zur Warmwasserbereitung und zunehmend auch zur Heizungsunterstützung. Wachsender Beliebtheit erfreuen sich insbesondere Solaranlagen, die nicht nur das Brauchwasser erwärmen können, sondern auch der Raumwärme dienen. Der Marktanteil derartiger Kombisysteme ist binnen eines Jahres von 25 auf 45 Prozent gestiegen. Im Zusammenhang mit einer Heizungsmodernisierung können mit Hilfe solarer Kombisysteme die Heizkosten halbiert werden. 

Im Neubau lassen sich noch größere Kosteneinsparungen erzielen. Solare Langzeitspeicher und die Verwendung energiesparender Baustoffe ermöglichen inzwischen den Bau erschwinglicher Eigenheime, die gänzlich ohne Öl und Gas auskommen. Körnig: „Die Vision eines vollständig solar beheizten Hauses wird Realität. Spätestens für das Jahr 2030 erwarten wir das 100-Prozent-Solarhaus als selbstverständlichen Baustandard.“ 

Um die Markteinführung der Solarwärme zu beschleunigen, laufen derzeit vielfältige Aktivitäten auf europäischer, nationaler und regionaler Ebene. Ende Mai wird mit Unterstützung von Andris Piebalgs, EU-Kommissar für Energie, in Brüssel eine europäische Solarthermie Technologie-Plattform gegründet. In ihr arbeiten Forschung, Industrie und Politik zusammen, um eine gemeinsame europäische Forschungsstrategie für den Breiteneinsatz der Solarwärme zu erarbeiten. Die Bundesregierung will bereits in diesem Jahr die Forschungsmittel für Solarenergie deutlich aufstocken und eine Gesetzesinitiative für den Ausbau regenerativer Energien im Wärmesektor starten. 

Weitere Informationen zur Solarenergie unter www.solarfoerderung.de 

Quelle: Bundesverband Solarwirtschaft (BSW)


  

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