Im solarportal24-Linkverzeichnis finden Sie schnell, einfach und kostenlos kompetente Ansprechpartner/innen für Ihre Fragen rund ums Thema Solarenergie, Erneuerbare Energien und mehr.
Architekten (22)
Berater (61)
Energieagenturen (9)
Finanzierung (17)
Forschung & Entwicklung (3)
Fort- und Weiterbildung (3)
Großhändler (54)
Handwerker (207)
Händler (69)
Komplettlösungen (22)
Medien (7)
Montagegestelle (7)
Planer (42)
private Solarseiten (15)
Solarhersteller (64)
Solarversicherungen (15)
Verbände/Vereine (13)
Versandhandel (15)
Ökologisch Bauen (12)
Mitmachen
Login / Eintrag ändern


Zurück zu den Nachrichten... Diesen Artikel ausdrucken
26.05.2013

Deutsche Solarhersteller erwarten Unterstützung der Bundesregierung gegen chinesisches Exportdumping

Die Industrieinitiative EU ProSun, die die Interessen von über 40 Photovoltaik Herstellern in Europa, darunter die große Mehrheit der deutschen Solarindustrie, vertritt, fordert die Bundesregierung auf, gegenüber China Klartext zu sprechen. Nur so könne eine dauerhafte Partnerschaft aufgebaut werden. „Deutschland muss wissen, wann es gegenüber China eine rote Linie zieht“, so Milan Nitzschke, Präsident von EU ProSun. „Die Regierung darf sich nicht erpressbar machen und tatenlos zusehen, wie eine Schlüsseltechnologie nach der anderen an China geht.“

Dies geschehe nicht etwa, weil die chinesische Staatswirtschaft leistungsfähiger wäre. „China ist uns technologisch nicht voraus, im Gegenteil. China bricht einfach jeden Tag ungehindert das Handelsrecht und finanziert Exporte und Dumpingpreise mit Milliardenbeträgen. Damit werden Arbeitsplätze in Deutschland und Europa vernichtet“, so Nitzschke. 

Trotz kritischer Vorzeichen sehen die Solarhersteller die heute beginnenden deutsch-chinesischen Gespräche aber als Chance. Nitzschke: „Es geht schließlich um ganz Selbstverständliches: Die Anwendung des geltenden Handelsrechtes. Deutschland muss klarmachen: Auch China muss sich an WTO- und EU-Recht halten.“ 

Nach Schätzungen von EU ProSun hat China seine Solarindustrie in den letzten Jahren mit rund 200 Milliarden Euro subventioniert. Das Geld sei nicht in den Aufbau einer sauberen Stromversorgung in China geflossen sondern fast ausschließlich in die Finanzierung des Exports. In China selbst wurden dagegen gerade mal Solaranlagen im Wert von 10 Milliarden Euro errichtet, die mit unter 5 Promille einen bescheidenen Beitrag zur dortigen Stromerzeugung leisten. „Chinas Politik hat leider nicht den Klimaschutz zum Ziel sondern lediglich die Marktdominanz in einer der wichtigsten Schlüsseltechnologien der Welt“, so Nitzschke. 

Die milliardenschwere Exportsubventionierung Chinas zwingt seit Jahren weltweit Solarunternehmen zur Aufgabe. Alleine Deutschland hat seit 2011 über 30 Werkschließungen und Insolvenzen zu verzeichnen. 10.000 Jobs sind verloren gegangen, und das, obwohl Deutschland im Bereich der Solarenergie nach wie vor technologisch führend ist. Nitzschke: „Mit einem Lohnkostenanteil von nur 10 Prozent ist die deutsche Solarindustrie voll wettbewerbsfähig. Der chinesischen Konkurrenz sind wir technologisch rund anderthalb Jahre voraus. Wenn Deutschland eine solche Schlüsselindustrie nicht gegen illegale Handelspraktiken verteidigen kann, brauchen wir uns um andere gar nicht mehr zu bemühen“, so Nitzschke. 

In Brüssel plant die Europäische Kommission nach über achtmonatiger Ermittlung jetzt vorläufige Zölle gegen chinesisches Dumping. Das europäische Recht erlaubt Verhandlungen darüber mit China erst nach Einführung dieser Maßnahmen. „Verhandlungen, wie sie Frau Merkel und der chinesische Premierminister jetzt ansprechen wollen, sind willkommen. Aber möglich sind sie nur nach Einführung vorläufiger Antidumpingmaßnahmen“, so Nitzschke. „Zu glauben, China würde ohne den Druck aus Brüssel am Verhandlungstisch erscheinen, wäre auch schlicht naiv.“ 

Mehr Informationen unter www.prosun.org

Quelle: EU ProSun


  

Vorheriger Artikel:
Töpfer wirft Parteien bei Energiewende-Debatte Unredlichkeit vor
Nächster Artikel:
Finalisten des Intersolar AWARD 2013 stehen fest

Newsarchiv

Mai 2019 April 2019 März 2019 Februar 2019 Januar 2019 Dezember 2018 November 2018 Oktober 2018 September 2018 August 2018 Juli 2018 Juni 2018 Mai 2018 April 2018 März 2018 Februar 2018 Januar 2018 Dezember 2017 November 2017 Oktober 2017 September 2017 August 2017 Juli 2017 Juni 2017 Mai 2017 April 2017 März 2017 Februar 2017 Januar 2017 Dezember 2016 November 2016 Oktober 2016 September 2016 August 2016 Juli 2016 Juni 2016 Mai 2016 April 2016 März 2016 Februar 2016 Januar 2016 Dezember 2015 November 2015 Oktober 2015 September 2015 August 2015 Juli 2015 Juni 2015 Mai 2015 April 2015 März 2015 Februar 2015 Januar 2015 Dezember 2014 November 2014 Oktober 2014 September 2014 August 2014 Juli 2014 Juni 2014 Mai 2014
 



  solarportal24.de Impressum | Neue Einträge | Top Links | Top Partner | 20.08.2019 18:40
                                                                 News_V2